Berlinale: Deutscher Regisseur İlker Çatak gewinnt mit "Gelbe Briefe" den Goldenen Bären

Das Politdrama "Gelbe Briefe" des Berliner Regisseurs İlker Çatak hat den Goldenen Bären der Berlinale erhalten. Damit hat erstmals seit mehr als 20 Jahren der Film eines deutschen Regisseurs die wichtigste Auszeichnung des Filmfestivals erhalten. Zuletzt hatte "Gegen die Wand" von Fatih Akin im Jahr 2004 den Goldenen Bären gewonnen. "Gelbe Briefe" erzählt die Geschichte eines türkischen Künstlerpaares aus der Theaterwelt in Ankara, das wegen seiner politischen Positionierung unter Druck gerät. Mit dem Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle wurde die deutsche Darstellerin Sandra Hüller geehrt. Die 47-Jährige erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle im Drama "Rose" von Regisseur Markus Schleinzer. Zuvor waren bereits die Preise der unabhängigen Jurys vergeben worden. Unter anderem erhielt die mexikanische Tragödie "Moscas" den Hauptpreis der ökomenischen Jury. Die Berlinale gehört zu den größten Publikumsfilmfestivals der Welt. Den Vorsitz der Jury hatte Regisseur Wim Wenders.