Berlinale-Chefin Tuttle weist Kritik an Umgang mit Nahostkonflikt zurück

    Eine Frau mit dunkelblonden Locken schaut freundlich lächelnd in die Kamera. Sie hat ein schwarzes Oberteil und einen schwarz-weißen Schal an. Ihre Lippen sind rot geschminkt.
    Tricia Tuttle ist seit 2024 die Intendantin der Berlinale. © British Film Institute
    Als Reaktion auf einen offenen Brief mehrerer Filmschaffender zum Nahostkonflikt hat Berlinale-Chefin Tuttle Zensurvorwürfe zurückgewiesen. Der Brief habe sie überrascht, da es nicht stimme, dass sie Filmemacher "zum Schweigen gebracht" habe, sagte Tuttle der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei persönlich zutiefst betroffen über den Tod von Zivilisten im Gaza-Streifen, erklärte Tuttle. Zudem fordere sie Israel nachdrücklich dazu auf, sich an das Völkerrecht zu halten. Der Nahostkonflikt sei aber eines der derzeit "schwierigsten und polarisierendsten Themen", dessen "Komplexität und Sensibilität" man "nicht in einem kurzen Statement" vermitteln könne, betonte die Festival-Leiterin. Rund 80 Filmschaffende hatten der Berlinale eine mangelnde pro-palästinensische Positionierung im Gaza-Krieg vorgeworfen. Dazu gehören die Schauspielerin Tilda Swinton, Schauspieler Javier Bardem und die Fotokünstlerin Nan Goldin.