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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 29.08.2014

BelletristikHineinstürzen ins Ungewisse

Die Autorin, Malerin und Performerin Cornelia Schleime über ihr Buch "Das Paradies kann warten"

Moderation: Sigried Wesener

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Cornelia Schleime (picture alliance / dpa / Marijan Murat)
Cornelia Schleime vor ihrem Gemälde "Das Parfüm" (picture alliance / dpa / Marijan Murat)

Mit kräftigen Bildern fängt Cornelia Schleime in ihrem Buch "Das Paradies kann warten" Lebensgeschichten ein. Die zwölf Erzählungen zeigen so übermütig wie lakonisch das pralle Leben in Berlin, New York auf Kreta und in Afrika.

Eine junge Frau kauft sich ein weißes Kleid und fährt nach Kreta. Ihre aufbegehrenden Ansichten hat sie nicht abgelegt, aber: "Man zieht nicht von Ost nach West und behält den alten Hut auf dem Kopf." Dennoch kommt sie sich in der mediterranen Welt mit ihren Farben und Formen näher, ja sie begreift, warum sie malt. Nach ihrem Roman "Weit fort" zieht die bekannte Malerin und Performerin nun auch in der kleinen Form die Register.

In zwölf Geschichten erzählt sie in dem gerade veröffentlichten Band "Das Paradies kann warten" von Sehnsucht, Begehren und Aufbegehren, von "Facetten der Liebe" und vom Tod. Ihre unangepassten Figuren tragen Erfahrungen mit sich, die sich nicht abschütteln lassen. In wenigen Sätzen entfaltet sie Szenerien an verschiedenen Orten der Welt - zwischen Berlin, Kreta, New York und Afrika. Da ist das komplizierte Tochter-Mutter-Verhältnis, der bizarre Kontrakt zwischen einem Mann und einer jungen Frau in einer Laubenkolonie oder die Ostberliner Schülerin, die im Wettbewerb um bunte Abzeichen von russischen Soldaten fast ihre Unschuld verliert. Die Geschichten vom Rande der Gesellschaft zeigen das pralle Leben. 

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