BBC und Channel 4 prüfen offenbar die Zusammenlegung von Geschäftsbereichen

In Großbritannien prüfen die beiden öffentlich-rechtlichen Sender BBC und Channel 4 offenbar die Zusammenlegung von Geschäftsbereichen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf Insider-Informationen. Eine der Optionen soll sein, das Werbegeschäft von Channel 4 sowie weitere Sender und die Video-on-Demand-Dienste mit der kommerziellen BBC-Tochter UKTV zu bündeln. Damit könnten Kosten gesenkt und die Zukunft der Sender gesichert werden - bei sinkenden Zuschauerzahlen und der wachsenden Marktmacht großer Streaming-Anbieter. Sprecher beider Sender lehnten eine Stellungnahme zu den Informationen ab, betonten aber die Wichtigkeit einer engeren Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Medien in einem hart umkämpften globalen Markt. Channel 4 ist in Staatsbesitz, finanziert sich aber durch Werbung. Die öffentlich-rechtliche BBC wird hauptsächlich durch Rundfunkgebühren getragen. Beide Sender stehen derzeit unter hohem finanziellem Druck und haben weitreichende Sparprogramme aufgelegt.