Bayerns Kunstminister gegen andere Musik in Bayreuth

    Blick auf das Festspielhaus in Bayreuth
    Das Festspielhaus am Grünen Hügel ist Austragungsort der jährlichen Bayreuther Festspiele, wo Wagners Opern aufgeführt werden. © picture alliance / Panama Pictures / Dwi Anoraganingrum
    Vor wenigen Tagen hatte Kulturstaatsministerin Claudie Roth (Bündnis90/Die Grünen) gefordert, bei den Bayreuther Festspielen nicht nur Wagner-Opern aufzuführen - daran gibt es jetzt Kritik aus Bayern. Kunstminister Markus Blume (CSU) sagte der Mediengruppe Bayern, der Freistaat werde einer entsprechenden Satzungsänderung nicht zustimmen. Wagner sei der Stoff, von dem Bayreuth lebe. Roth könnte sich auch Werke wie Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ aus der Wagner-Tradition in Bayreuth vorstellen und will die Festspiele so "vielfältiger, bunter und jünger" machen. Blume sagte dazu, er sehe ein Potenzial zur Modernisierung in neuen Formaten und spannenden Inszenierungen - aber nicht in einer Erweiterung des Repertoires. Er habe das Gefühl, Frau Roth habe den Mythos Bayreuth nicht verstanden und trage die Berliner Kulturbrille. Dass das Festspielhaus nur für Wagner-Opern genutzt werden darf, ist vorgegeben. Die Bayreuther Festspiele finden in diesem Jahr vom 24. Juli bis 27. August statt.