Bayern gibt Raubkunst-Gemälde zurück

    Eingangsportal der Alten Pinakothek
    Das zurückgegebene Werk war Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen - zu denen auch die Alte Pinakothek gehört. © picture alliance / CHROMORANGE / Sandra Altkuckatz
    Bayern gibt wieder ein NS-Raubkunstwerk an die Nachfahren der ursprünglichen Eigentümer zurück. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen restituieren das Werk "Bildnis eines jungen Mannes" von Friedrich von Amerling an die Erben des jüdischen Antiquars und Kunsthändlers Jacques Rosenthal und seiner Frau Emma. Nach Erkenntnissen der Provenienzforschung verlor die Familie das Bild wegen der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Rosenthal musste sein Antiquariat 1935 auf Anordnung der Reichskulturkammer schließen. Das Gemälde gelangte später über einen Kunsthändler in die Münchner Pinakotheken. Emma Rosenthal erhielt dafür nur 350 Reichsmark – deutlich weniger als der damalige Wert.