Bayerisches Staatsballett trennt sich von Erstem Solisten Julian MacKay

    Julian MacKay während eines Sprungs beim Tanzen
    Julian MacKay war seit 2022 am Bayerischen Staatsballet, aber schon vorher erfolgreich: hier tanzt er im Finale des Prix de Lausanne 2015. © picture alliance / dpa / Valentin Flauraud
    Bis vor kurzem war er noch einer der Stars am Bayerischen Staatsballett: der US-amerikanische Tänzer Julian MacKay. Jetzt hat sich das Haus mit sofortiger Wirkung von seinem Ersten Solisten getrennt. Zu den Hintergründen der außerordentlichen Kündigung wollte sich das Staatsballett aus rechtlichenGründen nicht äußern. MacKay selbst bringt seine Entlassung in einem Instagram-Post mit Kritik in Verbindung, die er geäußert hat. Es ging um den Vorwurf von "Fehlverhalten und ungerechter Behandlung". Seinen Worten zufolge hatte er die Theaterleitung gebeten, seine Bedenken zu untersuchen - und gedroht, dass er ansonsten kündigen wird. Stattdessen sei er gefeuert worden, schreibt MacKay. Er will sich demnach weiter gegen Missbrauch in seiner Branche einsetzen. Das "Ballett-Journal" nennt noch einen anderen möglichen Grund für MacKays Entlassung: Demnach beschwerte er sich vor Kurzem öffentlich darüber, dass er eine bestimmte Rolle nicht bekommen hatte. Unabhängig davon rückt das Thema Missstände im Ballett immer mehr in die Öffentlichkeit. 2021 gab es einen größeren Skandal an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Dabei ging es um Vorwürfe von Machtmissbrauch, Kindeswohlgefährdung, Bodyshaming und Drill durch Lehrende.