"Bautzener Rede" in diesem Jahr mit Publizistin Ines Geipel

Die Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Ines Geipel wird am Freitag die "Bautzener Rede" halten. Die Veranstaltung im Dom St. Petri trägt den Titel „Grenzziehungen - Konflikt, Ressource oder Labor?“, wie die Veranstalter der Initiative „Bautzen gemeinsam“ in der sächsischen Stadt mitteilten. Zur Begründung hieß es, die 1960 in Dresden geborene Publizistin widme sich einem der zentralen Themen der Gegenwart: "den sichtbaren und unsichtbaren Grenzen in Gesellschaft und Erinnerung“. In ihrem aktuellen Buch "Fabelland“ untersuche sie die Nachwirkungen der deutschen Teilung, die Umbrüche nach 1989 und die bis heute spürbaren Spannungen zwischen Ost und West. Geipel war zu Zeiten der DDR als Leistungssportlerin aktiv. 1989 floh sie in die Bundesrepublik und studierte dort Philosophie und Soziologie. Sie beteiligt sich seit Jahrzehnten an Debatten über deutsche Gewaltgeschichte, Diktaturerfahrungen und Erinnerungskultur. Von 2001 bis 2025 war sie Professorin für Deutsche Verskunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Die "Bautzener Reden“ sind eine überparteiliche Initiative der Stadtgesellschaft. Das Gesprächsformat wird seit 2022 von der Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Verein „Ökumenischer Domladen“ organisiert. Ziel sei es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Mut zu machen und Impulse für ein demokratisches, respektvolles Miteinander zu setzen.