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Konzert | Beitrag vom 15.08.2019

Bachwoche AnsbachBarock im Dialog mit der Moderne

Moderation: Ulrike Klobes

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Die Organistin Iveta Apkalna (Nils Vilnis/RSB)
Die Organistin Iveta Apkalna gab bei der Bachwoche Ansbach ihr Debüt. (Nils Vilnis/RSB)

Die Organistin Iveta Apkalna stellte bei der Bachwoche Ansbach dem Namensgeber des fränkischen Festivals die Musik von Pärt und Vasks gegenüber. Der Marimbaspieler Simone Rubino und das Ensemble La Chimera ließen Bach und Piazzolla Tango tanzen.

Auf das Leben und Wirken Johann Sebastian Bachs hat sich das alle zwei Jahre im mittelfränkischen Ansbach stattfindende Musikfest spezialisiert. Doch längst finden dort auch dessen Zeitgenossen, spätere Bewunderer und moderne Komponisten Gehör. Ausschnitte aus zwei Konzerten der diesjährigen Ausgabe der Bachwoche Ansbach werden in dieser Sendung zu hören sein.

Bach und Piazzolla auf der Marimba

Tangomusik hat es in der über 70-jährigen Geschichte der Bachwoche Ansbach noch nicht gegeben. Mitgebracht hat sie der junge italienische Marimbaspieler und Percussionist Simone Rubino. 2014 hat der gebürtige Turiner den ARD-Musikwettbewerb gewonnen. Seitdem ist er unermüdlich dabei, die Marimba in der Klassikszene populär zu machen.

Der italienische Schlagzeuger Simone Rubino  (Daniel Delang)Der italienische Schlagzeuger Simone Rubino (Daniel Delang)

Und so zeigte Rubino in der Ansbacher Orangerie auch, wie vertraut und zugleich ungewohnt Bachs Musik auf der Marimba klingt. Unterstützung bekam er dabei von dem argentinischen Lautenisten Eduardo Egüez und dessen Ensemble La Chimera, allesamt Profis für Alte Musik, die sich vor allem mit genreübergreifenden Programmen einen Namen gemacht haben.

Mystische Orgelklänge aus dem Baltikum

Seit 1948 haben in Ansbach zahlreiche renommierte Organisten gespielt. In diesem Jahr hat Iveta Apkalna ihren Einstand bei der Bachwoche gegeben. Der Titularorganistin der Hamburger Elbphilharmonie ist es ein großes Anliegen, alte und neue Orgelwerke miteinander in Beziehung zu setzen. So, sagt sie, erscheine bereits Bekanntes in einem vollkommen neuen Licht.

In Ansbach kombinierte Apkalna Bach mit seinem großen Bewunderer Mendelssohn Bartholdy, mit meditativen Stücken ihrer baltischen Heimat, von Arvo Pärt und Peteris Vasks, und mit dem derzeit angesagtesten Komponisten der Pariser Orgelszene, Thierry Escaich. Über ihr Programm, die Herausforderung, heutzutage Organistin zu sein, und über die Besonderheiten der Rieger/Mühleisen-Orgel in der Ansbacher St. Johannis-Kirche berichtet Iveta Apkalna im Gespräch.

Bachwoche Ansbach
Orangerie im Hofgarten
Aufzeichnung vom 1. August 2019

Johann Sebastian Bach
Suite Nr. 3 C-Dur BWV 1009 für Violoncello solo, arr. für Marimba solo
Violinkonzert E-Dur BWV 1042, arr. für Marimba und Orchester

Astor Piazzolla
Verano porteño für Marimba und Orchester

Simone Rubino, Marimba und Percussion
Antonio Ippolito, Bandoneón
Eduardo Egüez, Laute
Ensemble La Chimera

Kirche St. Johannis
Aufzeichnung vom 3. August 2019

Johann Sebastian Bach
Fantasia in G-Dur (Pièce d’Orgue) BWV 572

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate B-Dur op. 65 Nr. 4

Arvo Pärt
Spiegel im Spiegel

Peteris Vasks
Viatore - Hommage à Arvo Pärt

Thierry Escaich
Evocation II

Iveta Apkalna, Orgel

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