Bachmann-Preis geht an Lena Schätte

Lena Schätte hat den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Das teilte die Jury im österreichischen Klagenfurt mit. Die Autorin aus Nordrhein-Westfalen setzte sich bei den 50. Tagen der deutschsprachigen Literatur gegen 13 Mitbewerber durch. Juror Thomas Strässle sagte in seiner Laudatio, der Text "Was wir tragen" sei von existenzieller Wucht. Er schildert die Freundschaft zwischen zwei stark übergewichtigen Schülerinnen. Schätte sagte in einer ersten Reaktion, "es ist ein Fiebertraum". Der Hauptpreis ist mit 30.000 Euro dotiert. Er erinnert an die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973). Zusätzlich werden vier weitere Preise sowie ein Schreibstipendium vergeben. Das Deutschlandradio stiftet den Deutschlandfunk-Preis in Höhe von 12.500 Euro. Er wurde am Vormittag bereits Ozan Zakariya Keskinkılıç für seinen Text "Vater ohne Sohn" zugesprochen. Darin geht es um die komplexe Beziehungswelt eines schwulen Mannes und Vaters.