Seit 06:00 Uhr Nachrichten

Sonntag, 07.06.2020
 
Seit 06:00 Uhr Nachrichten

Interview / Archiv | Beitrag vom 21.04.2012

Baasner: Wahlsieg Hollandes wird deutsch-französisches Verhältnis nicht trüben

Direktor des Deutsch-französischen Instituts zur Präsidentschaftswahl in Frankreich

Frank Baasner im Gespräch mit Christopher Ricke

Podcast abonnieren
Francois Hollande liegt nach den Umfragen in Frankreich vor dem amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy. (picture alliance / dpa / Yoan Valat)
Francois Hollande liegt nach den Umfragen in Frankreich vor dem amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy. (picture alliance / dpa / Yoan Valat)

Das deutsch-französische Verhältnis wird nach Ansicht des Direktors des Deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg, Frank Baasner, nicht leiden, wenn der Sozialist Francois Hollande die Präsidentschaftswahl im Frankreich gewinnen sollte.

Die Rückschau in die jüngere Geschichte habe gezeigt, dass es nach anfänglichen Irritationen immer eine "vernünftige Zusammenarbeit" zwischen den Regierungschefs beider Länder aus unterschiedlichen politischen Lagern gegeben habe, sagte Baasner.

Die spannende Frage bei der Wahl sei, wie sich die Wähler der rechtspopulistischen Front National im zweiten Wahlgang entscheiden würden. Er rechne damit, dass ein Teil zu Sarkozy tendiere, ein Teil nicht wähle, aber ein anderer Teil, der aus der extremen Linken stamme, dem Sozialisten Hollande die Stimme geben werde, sagte Baasner.

Man dürfe in Deutschland nicht den Fehler machen, die rechtspopulistische Front National mit der NPD gleichzusetzen. Viele Wähler der Front National fühlten sich im etablierten Parteiensystem nicht vertreten. Denn das Mehrheitswahlrecht in Frankreich führe dazu, dass die Front National trotz einer Wählerschaft um die 15 Prozent keine entsprechende parlamentarische Repräsentanz habe.

Das vollständige Gespräch mit Frank Baasner können Sie bis zum 21. September 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Interview

Urbanistin Noa HaDie Stadt vom Kolonialismus befreien
Westfassade des Humboldtforums in Berlin Mitte. (Bildagentur-online/ Joko)

Die koloniale Vergangenheit Europas spiegelt sich in Straßennamen und Gebäuden wider. Oft sind sie nicht einmal alt. Nach 1990 habe die Stadtplanung den Kolonialismus relativiert, sagt die Urbanistin Noa Ha. Ihr Beispiel: das Berliner Humboldtforum.Mehr

Vom bewaffneten Kampf in die DDRWas Stasi und RAF verband
Die ehemalige RAF-Terroristin Susanne Albrecht (r) auf dem Weg zur Verhandlung am 25. April 1991 in Stuttgart-Stammheim. Links eine Justizangestellte.  (picture alliance / dpa / Norbert Försterling)

Vom revolutionären Befreiungskampf in den spießigen Alltag des Arbeiter- und Bauernstaats: Dass RAF-Aussteiger wie Susanne Albrecht die DDR als neue Bleibe wählten, überraschte viele. Doch es gab gute Gründe dafür, wie der Autor Frank Wilhelm erklärt.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur