Autor Thélyson Orélien verteidigt sich nach KI-Vorwürfen

    Der haitianisch-kanadische Autor Thélyson Orélien lehnt sich auf einen weißen Gegenstand bei einem Fotoshooting
    Der haitianisch-kanadische Autor Thélyson Orélien verteidigt sich gegen KI-Vorwürfe zu seinem Debütroman "C’était ça ou mourir" © AFP / JOEL SAGET
    Der Einsatz von KI und seine Folgen sind auch in der Literaturwelt Thema. Kürzlich wurde ein Roman von der Auswahlliste für den französischen Prix Goncourt gestrichen, weil er Analysen zufolge "sehr weitgehend das Produkt einer KI" gewesen sein soll. Die Vorwürfe richteten sich gegen den kanadisch-haitianische Autor Thélyson Orélien, der sich zum ersten Mal dazu geäußert hat. Er teilte in einer Stellungnahme wörtlich mit: "Kein Satz dieses Buchs wurde von einer Maschine geschaffen". Nur Übersetzungshilfen will er benutzt haben. Orélien räumte aber ein, dass er in früheren Zeiten Texte anderer Autoren abgekupfert hat. Das bezeichnete er als "inakzeptable Fehler". Der Debütroman war in Oréliens Wahlheimat Kanada zum "Phänomen des Literaturjahres" erklärt worden. Sein Verlag hatte die Werbung für das Buch aber in Folge der KI-Debatte vorerst ausgesetzt.