Autor Rushdie ist gegen Verbannung von Büchern aus Lehrplänen

Der Schriftsteller Salman Rushdie wendet sich gegen Zensur und die Verbannung von Büchern, etwa von Lehrplänen. Das sagte er in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Es sei völlig legitim, eine Abneigung zu hegen und diese auch zu artikulieren - aber nicht, dem Gegenstand der eigenen Abneigung das Existenzrecht abzusprechen. Buchläden seien voll mit Dingen, die ihn selbst beleidigten, sagte Rushdie, der kürzlich den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten hat. Es bedeute rein gar nichts, für die freie Rede von Leuten einzutreten, mit denen man einverstanden sei. Die Verteidigung der Meinungsfreiheit beginne dort, wo man sich für Leute einsetze, mit denen man nicht einer Meinung sei.