Australien verdoppelt Geldstrafe für Verstöße der Konzerne gegen Social-Media-Verbot

    Ein Jugendlicher schaut ein Video auf seinem Handy. Vor ihm steht ein Computer, daneben liegt ein Kopfhörer.
    In vielen Ländern wird darüber diskutiert, die Nutzung von Social Media durch Kinder und Jugendliche zu beschränken. © picture alliance / epd-bild / Tim Wegner
    Es war das weltweite erste Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren - vor gut sechs Monaten wurde es in Australien eingeführt. Jetzt will das Land Verstöße der Tech-Konzerne mit höheren Geldstrafen ahnden. Denn laut einer Studie hat das Verbot bisher kaum Wirkung gezeigt. Minderjährige erstellen beispielsweise Fake-Accounts oder nutzen Konten, die auf ältere Personen zugelassen sind. Wie die australische Regierung mitteilte, wird die Höchststrafe für systematische Verstöße auf umgerechnet fast 60 Millionen Euro verdoppelt. Zudem soll die Aufsichtsbehörde mehr Befugnisse erhalten. Sie gehe möglichen Verstößen durch Facebook, Instagram, Snapchat, Tiktok und Youtube aktiv nach, erklärte die Regierung.