Seit 03:00 Uhr Nachrichten
Freitag, 05.03.2021
 
Seit 03:00 Uhr Nachrichten

Fazit / Archiv | Beitrag vom 20.03.2016

Ausstellung in der Kunsthalle BratislavaDie Slowakei und die Angst vor dem Unbekannten

Carsten Probst im Gespräch mit Britta Bürger

Podcast abonnieren
Teilnehmer einer Demonstration gegen Flüchtlinge in der slowakischen Hauptstadt Bratislava halten Flaggen und ein Banner mit der Aufschrift "Go Home" hoch. (afp / Samuel Kubani)
Stimmungsmache gegen Flüchtlinge bei einer Demonstration in der slowakischen Hauptstadt Bratislava (afp / Samuel Kubani)

Strikt weigert sich die Slowakei, ihre Grenzen für Flüchtlinge offenzulassen. In der Kunsthalle der Hauptstadt Bratislava ist jetzt die Ausstellung "Die Angst vor dem Unbekannten" zu sehen – die im aktuellen Kontext durchaus provoziert.

"Die Angst vor dem Unbekannten" – eine Ausstellung zu diesem Thema ist in einer Stadt wie Bratislava in diesen Tagen keine Selbstverständlichkeit. Die Slowakei gehört zu jenen Ländern Europas, die sich strikt weigern, ihre Grenzen für Flüchtlinge offenzulassen. Seit dem Rechtsruck bei den Parlamentswahlen vor zwei Wochen regiert nun eine Mitte-Rechts bis rechtsextreme Koalition unter dem populistischen Sozialdemokraten Robert Fico.

Xenophobie trotz weniger Asylanträge

Fremdenfeindliche Töne sind an der Tagesordnung, obwohl in der Slowakei 2015 insgesamt nur 15 Asylanträge gestellt wurden. In welcher Weise stellt sich die Kunsthalle Bratislava der "Angst vor dem Unbekannten"? Gezeigt werden Arbeiten von slowakischen, tschechischen und polnischen, von rumänischen, österreichischen und deutschen Künstlerinnen und Künstlern.

Für "Fazit" hat sich Carsten Probst die Eröffnung der Ausstellung in Bratislava angesehen. Einige Werke, die er beschreibt, wirken im aktuellen Kontext der Slowakei ziemlich provokativ. Ob die Veranstalter deshalb mit Protest rechneten, hat Britta Bürger ihn unter anderem gefragt.

Die Ausstellung "Fear of the Unknown - Die Angst vor dem Unbekannten" ist in der Kunsthalle Bratislava bis zum 31. Juli 2016 zu sehen.

Mehr zum Thema

Osteuropa und die Flüchtlinge - Erinnerungen an die Türkenkriege
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 07.03.2016)

Wahlausgang in der Slowakei - Schallende Ohrfeige für die Sozialdemokraten
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 06.03.2016)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsEinordnen, bitte!
Dr. Seuss' englischsprachige Kinderbücher auf einem Ständer in einem Buchladen. Einige der beliebten Kinderbücher sollen nicht mehr verlegt werden, da sie Menschen in verletzender und falscher Weise darstellen, sagte der Konzern, der das Erbe des Authors verwaltet.  (imago images/UPI Photo/John Angelillo)

In der Diskussion um die Bücher von Dr. Seuss verweist die "FAZ" darauf, dass der Autor "grassierende Rassenideologie" bekämpft und dabei "zeittypische Klischees" verwendet habe. Man solle daher sein Werk lieber erklären, als verschwinden lassen.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur