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Thema / Archiv | Beitrag vom 04.03.2014

Ausstellung"Entarteter" Künstler und Nazi-Anhänger

Retrospektive im Städel Museum Frankfurt ergründet Emil Nolde

Gespräch mit Felix Krämer

Ein Mann steht am im Städel Museum in Frankfurt am Main vor Emil Noldes Meisterwerk "Das Leben Christi (1911/12)". (picture alliance / dpa / Arne Dedert)
Ein Mann steht am im Städel Museum in Frankfurt am Main vor Emil Noldes Meisterwerk "Das Leben Christi (1911/12)". (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Ausgerechnet der Maler Emil Nolde, ein "Superstar" der Moderne, ist in Misskredit geraten. In der Öffentlichkeit war bisher kaum bekannt, dass der von den Nazis diffamierte Künstler eigentlich ein Anhänger des NS-Regimes war.

Er empfand seine Kunst selbst als urdeutsch und nationalsozialistisch. Als die Nazis seine Werke beschlagnahmten und in der Ausstellung "Entartete Kunst" zeigten, brach für Nolde eine Welt zusammen. Das Frankfurter Städel Museum zeigt nun eine Retrospektive, die sich nach langer Zeit wieder dem "ganzen Nolde" widmet.

Wie geht man mit dem Werk eines Künstlers um, der auf der einen Seite ein Anhänger der Nazis war und gleichzeitig als "entartet" galt? Darüber sprechen wir mit Felix Krämer, dem Kurator der Ausstellung.

Emil Nolde ist einer der bedeutensten deutschen Expressionisten (picture alliance / dpa)Emil Nolde ist einer der bedeutensten deutschen Expressionisten (picture alliance / dpa)

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04.03.2014 | FAZIT
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Retrospektive der Werke von Emil Nolde im Städel Museum in Frankfurt

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