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Interview / Archiv | Beitrag vom 05.03.2019

Ausstellung "Die Macht der Gefühle"Emotionale Brücke zu Diktatur und Demokratie

Ute Frevert im Gespräch mit Ute Welty

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Ausstellungsplakat zur Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“. (Bundesstiftung Aufarbeitung / Regina Schmeken)
Ausstellungsplakat zur Ausstellung "Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19" (Ausschnitt) (Bundesstiftung Aufarbeitung / Regina Schmeken)

Eine neue Ausstellung erzählt 100 Jahre deutsche Geschichte vor dem Hintergrund verschiedener Gefühle. Sie wird tausendfach bundesweit an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zu sehen sein.

An diesem Dienstag hat eine neue historische Ausstellung Premiere in Berlin: "Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19" heißt sie. Die Schau umfasst 22 Tafeln im Poster-Format mit kurzen Texten und historischen Fotos und erzählt von hundert Jahren deutscher Geschichte – anhand von 20 Emotionen, von A wie Angst bis Z wie Zuneigung. Die Ausstellung wird tausendfach bundesweit in Schulen und anderen Bildungsstätten zu sehen sein. Außerdem gibt es fremdsprachige Varianten für das Ausland.

Attraktiv für junge Leute

Ute Frevert, Historikerin und Direktorin am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, hat die Ausstellung zusammen mit ihrer Tochter Bettina kuratiert. Frevert sagte im Deutschlandfunk Kultur, die Schau solle besonders für junge Leute attraktiv sein. Sie habe die Erwartung, dass die Gefühle eine didaktische Brücke bauen könnten – zu abstrakteren Themen wie Diktatur oder Demokratie.

Porträt von Ute Frevert. (David Ausserhofer)Ute Frevert, Historikerin und Direktorin des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (David Ausserhofer)

Zugleich seien Emotionen aber auch "Erkenntnismittel", betonte Frevert. Die jetzige Zeit werde von vielen als eine "Zeit der Gefühle" beschrieben. Gefühle ersetzten Fakten, heiße es immer wieder: "Damit kommt ein ganz negativer Zungenschlag in die Diskussion. Und diesen Zungenschlag nehmen wir nicht auf. Sondern versuchen, etwas dagegen zu setzen", betonte Frevert.

(ahe)

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