"Außergewöhnliche" Kriegstrompete aus der Eisenzeit entdeckt

    Hier ist ein Detail des Gundestrup-Kessels zu sehen, das drei Spieler zeigt, die ihre Hörner hochhalten
    Detail aus dem Gundestrup-Kessel, das eine Prozession mit ähnlichen Trompeten zeigt. (Dänemark, um 100 v. Chr.) © picture-alliance / HIP / CM Dixon
    Archäologen haben in Norfolk eine „außergewöhnliche“ Kriegstrompete aus der Eisenzeit entdeckt. Wie der britische "Guardian" berichtet, könnte das Instrument möglicherweise mit dem keltischen Stamm unter der Führung der britannischen Heerführerin Boudicca in Verbindung stehen. Die Bronzetrompete oder Carnyx ist erst die dritte, die jemals in Großbritannien gefunden wurde, und das bisher weltweit am besten erhaltene Exemplar. Das Objekt, das die Form eines knurrenden wilden Tieres hat, wurde vermutlich auf einem langen Mundstück hoch über den Köpfen der Krieger befestigt, sodass es im Kampf zur Einschüchterung des Feindes geblasen werden konnte. Es wurde letzten Sommer bei Ausgrabungen im Vorfeld eines neuen Wohnungsbauprojekts im Westen von Norfolk gefunden. Der Fundort liegt im Territorium der Iceni, einem britischen Stamm, der im Jahr 60 n. Chr. unter der Führung von Boudicca einen erbitterten, aber letztlich zum Scheitern verurteilten Aufstand gegen die römische Armee führte. Archäologen glauben, dass der Schatz irgendwann im ersten Jahrhundert n. Chr. vergraben wurde.