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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 08.01.2012

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Die Gefangenen von Guantánamo Bay

Von Katja Schlesinger

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Ein vom US-Verteidigungsministerium herausgegebenes Foto zeigt US-Soldaten und Gefangene auf der Marinebasis Guantanamo Bay. (AP)
Ein vom US-Verteidigungsministerium herausgegebenes Foto zeigt US-Soldaten und Gefangene auf der Marinebasis Guantanamo Bay. (AP)

Am kommenden Mittwoch, am 11. Januar, jährt sich schon zum 10. Mal der Tag, an dem die ersten Terror-Verdächtigen nach Guantánamo Bay gebracht wurden. Dabei sollte es die Gefängnisse auf der US-amerikanischen Militärbasis eigentlich schon lange nicht mehr geben.

Präsident Obama hatte versprochen, sie zu schließen. Aber 171 Gefangene sind in Guantánamo Bay immer noch eingesperrt. Die Hälfte von ihnen ist seit Jahren zur Freilassung bestimmt. Weil der Kongress aber keine Gelder für Gefangenentransporte bewilligt, müssen sie dort ausharren.

Reporterin Katja Schlesinger war vier Tage in Guantánamo Bay. Dort hinzukommen, war einfacher als sie dachte. Eine E-Mail ans Militär, einige Unterschriften unter Militärregeln, und schon konnte der Flug gebucht werden. Sie war die einzige Journalistin auf der Basis, und sie war ständig bewacht von Militärleuten. Eine gewöhnungsbedürftige Situation auf einer ganz und gar bizarren Reise.

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