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Echtzeit | Beitrag vom 07.09.2019

AusdiskutiertÜben für den Umgang mit rechten Stammtischparolen

Martin Reischke im Gespräch mit Mandy Schielke

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Ein Schild aus Metall mit der Aufschrift "Stammtisch" (imago / fStop Images / Epoxydude)
Tausende Menschen haben schon an "Stammtischkämpfer*innen-Workshops" teilgenommen. (imago / fStop Images / Epoxydude)

Was tun bei rassistischen Wortmeldungen bei einem Familienfest? Macht es Sinn, mit einer Gruppe Neonazis zu diskutieren? Das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" bietet seit einiger Zeit Workshops an, um Menschen für solche Situationen zu trainieren.

Das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" organisiert seit einiger Zeit "Stammtischkämpfer*innen-Workshops". 700 dieser Seminare haben schon stattgefunden. 12.000 Menschen haben daran teilgenommen, um sich zu wappnen gegen rechte Parolen, falsche Statistiken und aggressive Sprüche.

Unser Reporter Martin Reischke hat einen solchen Workshop in Berlin besucht. Dabei hat er die Erfahrung gemacht, dass es häufig auch darum geht, rassistischen Sprüchen beim Arzt oder in der Familie etwas entgegensetzen zu können.

Was ist bei Interventionen zu beachten?

Zu beachten ist dabei, erzählt er, in welchen Situationen man zu intervenieren gedenkt: Ob es sich um eine Gruppe Neonazis handelt, mit der die Diskussion genauso sinnlos ist wie mit einem geschulten AfD-Funktionär schwierig. Oder ob es darum geht, dass der eigentlich sympathische Onkel bei Familienfeiern plötzlich mit rassistischen Wortmeldungen auf sich aufmerksam macht.

In jedem dieser Fälle sei es wichtig, vorbereitet zu sein, berichtet Marin Reischke: Der Workshop besteht daher aus mehreren Übungen von konfliktreichen Situationen, bei denen die Teilnehmenden nicht zuletzt auch ein Gefühl dafür kriegen sollen, wie sich die Rolle des Aggressors ausnimmt – welche Überlegenheitsgefühle dabei produziert werden.

Fazit

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