Auschwitz-Komitee kritisiert geplante Auktion mit Dokumenten von NS-Opfern

Das Internationale Auschwitz Komitee kritisiert eine geplante Versteigerung von Dokumenten aus der NS-Zeit. Exekutiv-Vizepräsident Heubner forderte ein Auktionshaus im nordrhein-westfälischen Neuss auf, seine für Montag geplante Auktion abzusagen. Das Leid aller Menschen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden, werde aus kommerziellem Interesse missbraucht, sagte Heubner in Berlin. Dokumente der Verfolgung und des Holocaust gehörten den Familien der Verfolgten. Sie sollten nicht zu Handelsobjekten degradiert werden. Nach Angaben des Auschwitz Komitees werden unter anderem Briefe aus Konzentrationslagern, Gestapo-Karteikarten und weitere Täterunterlagen angeboten. Das Auktionshaus äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Der Auktionskatalog ist inzwischen aber nicht mehr online zu finden.