Aus für oppositionelle "Nowaja Gaseta"

    RUSSIA, MOSCOW - SEPTEMBER 3, 2026: Dmitry Muratov designated as a foreign agent in Russia, chief editor of the Novaya Gazeta media license annulled in Russia, appears near the Simonov District Court.
    "Nowaja Gaseta"-Chefredakteur Dmitry Muratov bei einem Gerichtstermin im September 2026. © IMAGO / ZUMA Press / IMAGO / Alexander Shcherbak
    Die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" muss endgültig schließen. Das meldet die britische Wochenzeitung "The Economist". Nachdem zwei Drittel der Redaktion bereits 2022, nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, nach Lettland geflohen war, berichteten die in Moskau verbliebenen Journalisten weiter über die Kriegsfolgen. Da die Zeitung nun auf eine staatliche Feindesliste gesetzt wurde, ist sie zur endgültigen Einstellung ihrer Aktivitäten gezwungen. Unsere Osteuropa-Korrespondentin Gesine Dornblüth: "Die letzte Ausgabe soll Mitte November erscheinen. Und nun verschwindet damit auch das Museum für die vor 20 Jahren ermordete Anna Politkowskaja." In der Mitteilung der Redaktion an die Community heißt es demnach: "Wir sind Geflüchtete im eigenen Land geworden; so wie alle, die den Mut haben zu denken und zu sagen, was ihnen ihr Gewissen diktiert."