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Kompressor | Beitrag vom 02.11.2018

Aus für das Hiphop-Erfolgsduo SXTN?"Ich hoffe, dass sie sich wieder zusammenraufen"

Lisa Ludwig im Gespräch mit Timo Grampes

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Hiphop-Duo SXTN: Rapperinnen Juju (Judith Wessendorf) und Nura (Nura Habib Omer) beim Lollapalooza Festival im und am Olympiastadion am 09. September 2018.  (picture alliance / POP-EYE / Ben Kriemann)
Eine kreative Pause für SXTN? Rapperinnen Juju (Judith Wessendorf) und Nura (Nura Habib Omer) (picture alliance / POP-EYE / Ben Kriemann)

Hat sich das Berliner Hiphop-Duo SXTN getrennt? Möglicherweise legen die Rapperinnen nur eine kreative Pause ein, meint Musikjournalistin Lisa Ludwig. Sie schätzt an ihren Raps die "emanzipierte, rotzige Art", mit der sie auch ernste Themen angingen.

Hinter dem Pseudonym SXTN stehen die beiden Berliner Rapperinnen Nura und Juju. Die beiden Freundinnen machen seit 2014 zusammen Musik. Mit ihrem Debütalbum "Asozialierungsprogramm" erreichten sie Platz 8 der deutschen Charts. Sie rappten mit Szenegrößen wie Alias und Capital Bra zusammen. Nun hat Juju über Instagram wissen lassen, dass zwischen den beiden schon länger kein Kontakt mehr besteht.

"Ich kann mir vorstellen, dass sie an einem Punkt in ihrer Karriere sind, wo sie sagen: Wir haben eine ausverkaufte Tour gespielt einmal durch ganz Deutschland und waren auf allen großen Festivals. Was können wir denn noch machen? Ich kann mir vorstellen, dass es so eine kreative Pause voneinander ist", sagt Musikjournalistin Lisa Ludwig. Sie war früher bei rap.de und ist heute Chefredakteurin bei Vice Broadly.

"Gut vernetzt im Untergrund"

Es gebe nicht viele Rapperinnen in Deutschland, die wie SXTN im Mainstream erfolgreich sind, betont Ludwig. Mit ihrer "emanzipierten, rotzigen Art" sprächen sie in ihren Songs auch ernste Themen wie Rassismus und Prostitution an. Letztlich machten sie mit ihrem Erfolg auch anderen jungen Musikerinnen Mut:

"Es gibt einen großen Wunsch danach, dass mehr Frauen rappen. Und dass Frauen rappen, die im Berliner Untergrund gut vernetzt sind, das heißt, die kein Kunstprodukt sind, sondern dass sie von der Szene ernstgenommen werden und auch wissen, wovon sie reden. Ich hoffe, dass sie nicht die Letzten sind, die diesen Raum besetzen, und dass sie sich wieder zusammenraufen."

(cosa)

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