Aus der jüdischen Welt 

Der Pianist Guy Mintus"Gershwin ist Teil meiner DNA"

Ein Porträt des Pianisten Guy Mintus. (imago images / Müller-Stauffenberg)

Guy Mintus ist eine große Hommage an George Gershwin gelungen. Die Tiefe seiner Verbundenheit mit dem Komponisten beweist der jüdische Pianist auf einem neuen Album.

Beitrag hören

Website „Mapping the Lives“Jüdisches Leben im Gedächtnis verorten

Roderick Miller in Yad Vashem (Roderick Miller)

Der Grafiker Roderick Miller wollte wissen, welche Jüdinnen und Juden in seinem Berliner Wohnhaus vor der Shoah lebten. Er gründete den Verein „Tracing the Past“ und verfolgt seitdem Lebensgeschichten und Todesumstände von Juden in der NS-Zeit.

Beitrag hören

Antisemitismus in WestdeutschlandIm Windschatten des Kalten Krieges

Wütender Protest: In Tel Aviv kritisieren Demonstrierende Adenauer für seine Wahl Hans Globkes. (picture alliance / Michael Maor | Michael Maor)

Antisemitismus in Deutschland endete nicht mit dem Zweiten Weltkrieg. NS-Funktionäre arbeiteten in der Regierung mit, Täter wurden freigepresst. Derweil verhärtete sich der Ost-West-Konflikt. Das hatte auch Folgen für das Verhältnis zu Israel.

Beitrag hören

Atheistische Synagoge in New YorkGlauben ohne Gott

Auf einem Londoner Bus steht in bunten Buchstaben: "There´s probably no god", auf Deutsch "Es gibt vielleicht gar keinen Gott." Darunter steht auf Englisch: "Jetzt hör auf, Dir Gedanken zu machen und genieße das Leben." (picture-alliance/ dpa | epa Andy Rain)

Friede, Achtung, Respekt und Hoffnung: Das geht auch ohne Gott, findet Rabbi Tzemah Yoreh. Er leitet eine „säkular-humanistische Synagoge“ in New York. "Wir akzeptieren alle Juden", sagt er. Derzeit finden Zusammenkünfte hauptsächlich im Netz statt.

Beitrag hören

Vorlesebücher für Kinder Wenn der Bär und die Biene per Post kommen

Ein Mädchen wartet mit einem Chanukka-Leuchter in ihren Händen auf den Beginn des jüdischen Lichterfest "Chanukka".  (picture-alliance/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul )

Welches Buch wählt man zum Vorlesen für kleine Kinder an einem jüdischen Feiertag aus? Es gibt nämlich, neben den Tausenden Vorlesebücher, nur wenige mit jüdischen Inhalten, die gleichzeitig auf Deutsch sind. Eine Initiative will das ändern.

Beitrag hören

Jüdische Einwanderer in ColoradoIm Glauben vereint beim Kampf gegen die Seuche

Vor einer Synagoge sind Schilder aufgestellt in auf Englisch dazu aufrufen, zusammen zu stehen. (Picture Alliance / dpa / The Gazette / AP Photo / Christian Murdock)

Die ersten jüdischen Einwanderer in Colorado stammten aus Deutschland. Im 19. Jahrhundert mussten sie mit einer großen Seuche kämpfen: der Tuberkulose. Heute sind die Juden dort mit einer anderen schweren Plage konfrontiert.

Beitrag hören

Projekt "Meet2Respect"Ein Rabbiner und ein Imam gegen Judenhass

Rabbiner Elias Dray aus Amberg und Ender Cetin, islamischer Theologe aus Berlin, besuchen regelmäßig im Rahmen des Bildungs- und Begegnungsprojektes "meet2respect" Berliner Schulklassen mit mehrheitlich muslimischen Schülern. (imago / epd-bild / Christian Ditsch)

Rabbiner Elias Dray und Imam Ender Cetin gehen in Berliner Schulen, sobald dort Fälle von antisemitischen Beleidigungen, Mobbing oder Gewalt bekannt geworden sind. In den mehrheitlich muslimischen Schulklassen stoßen sie auf viel Hass-Potenzial.

Beitrag hören

Liraz Charhi: "Zan"Persisch singen in Tel Aviv

Die Schauspielerin und Sängerin Liraz Charhi in einem Film. (picture alliance / Everett Collection / RKO Pictures)

Die israelische Sängerin Liraz Charhi bringt auf ihrem neuen Album israelische und iranische Künstlerinnen zusammen. Sie selbst singt auf Farsi. Und macht sich für die Sache der Frauen stark.

Beitrag hören

Zum Tod des Rabbiners Jonathan Sacks"Gehe nicht immer auf Nummer sicher"

Ein Porträt von Jonathan Sacks, er lächelt in die Kamera. (Getty Images/ David Levenson)

Der ehemalige britische Oberrabbiner Jonathan Sacks ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Sein Kollege und Weggefährte Rabbiner Yechezkel Mandelbaum würdigt ihn für seinen Mut, Brücken zu schlagen. Er habe sich bemüht, jeden zu erreichen.

Beitrag hören

Traditionsreiche MutterspracheIn Antwerpen spricht man noch Jiddisch

Ein jüdisch orthodoxer Mann mit schwarzem Mantel und Hut läuft mit einem Kind eine Straße entlang. (Imago / imagebroker)

In vielen Stadtvierteln in Europa war Jiddisch mal Umgangssprache – an Orten, wo es geschlossene jüdische Milieus gab. Das ist seit der Shoah anders. Doch in Antwerpen sprechen vor allem orthodoxe Jüdinnen und Juden noch Jiddisch miteinander.

Beitrag hören

Gedenken Erinnern und Leben am Gleis 17

Blumen liegen am Boden der Zugplattform der Gedenkstätte "Gleis 17" in Berlin Grundewald. (mago images / Jürgen Ritter)

Die Moses Mendelssohn Stiftung will Studierende an den Gedenkort "Gleis 17" bringen. Direkt neben der Erinnerungsstätte im Berliner Grunewald soll zukünftig ein Gedenk-Campus mit Apartments und einem "history lab" für Studierende errichtet werden.

Beitrag hören

Sachbuch "Männerphantasien"Neuauflage von Klaus Theweleits Erfolgswerk

Filmstill: Blick auf die Berge. Im Vordergrund links Sepp Rist, rechts Leni Riefenstahl auf einer Felsspitze (imago / United Archives)

Klaus Theweleits zweibändiges Werk "Männerphantasien" hat vor 43 Jahren eine Diskussion über Faschismus, Gewalt- und Männerforschung initiiert. In Zeiten von Machthabern wie Donald Trump oder Jair Bolsonaro scheint es wieder erstaunlich aktuell.

Beitrag hören

Kommentar zum antisemitischen Anschlag in HamburgEs braucht endlich wirkliche politische Konsequenzen!

Nach dem Angriff mit einem Spaten auf einen Studenten: Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen), Zweite Bürgermeisterin von Hamburg, gibt am 5.10.2020 in Hamburg ein Statement während Eli Fel, zweiter Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, Philipp Stricharz, erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hamburg, und Shlomo Bistritzky (vlnr), Landesrabbiner von Hamburg neben ihr stehen.  (picture alliance / dpa /Jonas Walzberg)

In Hamburg ist ein jüdischer Student mit einem Spaten angegriffen worden. Was tun? Noch mehr Aufklärungsprogramme? Die bringen nach Ansicht vieler Gemeindefunktionäre wenig. Es brauche endlich mehr als folgenlose Sonntagsreden, meint unser Kommentator.

Beitrag hören

Laubhüttenfest in NürnbergDen Nazis auf dem Dach herumtanzen

Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände im Nordflügel der unvollendet gebliebenen Kongresshalle. (picture alliance / Goldmann)

Nürnberg und die israelische Stadt Hadera sind Partnerstädte. Ein Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft geht nun mit einer spektakulären Aktion an die Öffentlichkeit: einer Laubhütte auf der Kongresshalle des NS-Reichsparteitagsgeländes.

Beitrag hören

Synagoge in HalleDie Tür, die hielt

Einschusslöcher in der Tür der Synagoge in Halle (picture alliance / Winfried Rothermel)

Ein Blutbad blieb aus, letztes Jahr beim Anschlag in Halle an Jom Kippur. Denn die Synagogentür hatte gehalten. Die Tür soll nun Teil eines Mahnmals vor dem Gotteshaus werden. Wo die einen an ein Wunder glauben, sprechen andere von Physik.

Beitrag hören

Robert Capas Fotografien zu Rosch HaschanaDas erste jüdische Neujahr nach dem Krieg

Rober Capa beim Treffen der Magnum Agentur in Paris, 1947.  (Getty Images / Hulton Archive / Ernst Haas)

Robert Capa ist für sein ikonografisches Foto aus dem Spanischen Bürgerkrieg bekannt. Doch wenige wissen, dass er in Berlin 1945 des erste jüdische Neujahrsfest nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes und der Schoah mit der Kamera einfing.

Beitrag hören

70 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland"Die Aufgaben waren überwältigend"

Heinz Galinski weiht am 22. April 1959 die Synagoge am Fraenkelufer in Berlin-Kreuzberg ein. (picture alliance/dpa/akg-images/Gert Schütz)

Die Menschen hungerten und hatten keine Wohnung, in den Behörden saßen immer noch viele Nazis. Um den jüdischen Überlebenden in Deutschland so schnell wie möglich zu helfen, wurde vor 70 Jahren der Zentralrat der Juden gegründet.

Beitrag hören

Restaurierung der früheren Görlitzer SynagogeStädtisches Kulturzentrum - mit oder ohne Davidstern?

Das Kuppeldach der renovierten Synagoge in Görlitz. (Deutschlandradio/ Blanca Weber)

Im sächsischen Görlitz wird bald der ehemalige Synagogenbau wiedereröffnet. Eigentlich nicht ungewöhnlich, doch hier gibt es kein jüdisches Leben mehr. Dafür wird darüber gestritten, ob ein Davidstern auf die Kuppel soll - oder lieber nicht.

Beitrag hören

Juden in der SowjetunionRiten, Romane und religiöse Seminare

Ein jüdischer Mann mit Kippa und einem Huhn auf der Schulter betritt das Zimmer durch einen geblümten Vorhang.  (laif / NOOR / Tanya Habjouqa)

Die jüdische Religion war in der Sowjetunion nicht verboten. Aber Jüdinnen und Juden wurden immer wieder diskriminiert. Manche lebten Religion und Kultur im Untergrund aus - mit Romanen in Selbstverlagen und heimlich gefeierten Festen.

Beitrag hören

Rechte Drohungen gegen Journalist Levi Salomon"Ich habe mit keinem darüber gesprochen"

Der Berliner Journalist Levi Salomon (picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)

Einschüchterungen von Berichterstattenden auf rechten Veranstaltungen passieren regelmäßig und sind gut dokumentiert. Wie ging es Levi Salomon vom Jüdischen Forum, als er bei einer Kundgebung vor dem Bundestag an den Pranger gestellt wurde?

Beitrag hören

Künstlerin Sarah Borowik-FrankJüdisches Leben in seiner Vielfalt zeigen

Porträt von Sarah Borowik-Frank. (Biberacher Filmfestspiele)

Wenn es um jüdisches Leben geht, wird häufig über Tote gesprochen, Jüdinnen und Juden wird oft die Opferrolle zugewiesen. Sarah Borowik-Frank versucht, dem mit Empathie zu begegnen und diese einseitige Sicht zu überwinden.

Beitrag hören

US-Generalkonsul auf SpurensucheEydelnant trifft Edelnand

Timothy Eydelnant, US-Generalkonsul in Mitteldeutschland (Deutschlandradio/Sebastian Mantei)

Die Amtszeit des US-Generalkonsuls für Mitteldeutschland, Timothy Eydelnant, endete in diesem Sommer. Er verlässt das Land mit vielen bewegenden, spannenden und auch traurigen Erinnerungen. Eine Reise führte ihn zurück zu den Wurzeln seiner Familie.

Beitrag hören

Mehr anzeigen