Aufnäher weggenommen: Wacken-Veranstalter räumt Fehler ein

    Festivalbesuchende laufen während der Eröffnung auf das Infield beim Wacken Open Air.
    Fans beim Wacken-Festival © Frank Molter / dpa / Frank Molter
    Das Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air hat Fehler im Umgang mit politischen Botschaften von Festivalbesucherinnen und -besuchern eingeräumt. Veranstaltungsleiter Daniel Schlatter sprach von Unregelmäßigkeiten bei der Unterweisung der Sicherheitsdienste. "Dass da Patches weggenommen worden sind, war nicht richtig, ist aber passiert", sagte er. Es sei deshalb im Bereich der Ordnungsdienste nachgesteuert worden, damit so etwas nicht mehr vorkomme. Festivalgründer Thomas Jensen betonte, die Veranstaltung sei ein Statement für Völkerverständigung. In sozialen Netzwerken gab es etwa Klagen darüber, dass Besucherinnen und Besucher auf Anweisung von Sicherheitspersonal politisch linksorientierte Botschaften beispielsweise von Kleidungsstücken entfernen sollten. Vor den letzten Konzerten zeigten sich Veranstalter, Polizei und Rettungsdienste zufrieden mit dem Verlauf der Jubiläumsausgabe. Das 35. Wacken Open Air in Schleswig-Holstein startete am Mittwoch und war mit 85.000 Metalfans erneut ausverkauft. Es endete in der Nacht zum Sonntag. Trotz Temperaturen zeitweise deutlich über 30 Grad Celsius berichtete der Leiter des Rettungsdienstes, Volker Böhm, es hätten nur 15 Fans wegen Hitzenotfällen behandelt werden müssen. Bis Samstag 14.00 Uhr habe der Rettungsdienst etwa 3.500 Einsätze gehabt, darunter rund 160 wegen allgemeiner medizinischer Probleme, aber es habe auch viele kleinere Hilfsleistungen gegeben. Der Leiter der Polizeidirektion Itzehoe, Frank Mathiesen, berichtete, es seien bis 11.00 Uhr 226 Einsätze gezählt worden und damit mehr als 2025 (187 Einsätze). Es habe sich aber eher um Unterstützungseinsätze gehandelt. "Und wir hatten auffällig mehr Einsätze im Zusammenhang mit unzulässigen Drohnensteigungen." Das seien alles "ahnungslose Hobbypiloten" gewesen, die nun alle ein Bußgeld erwarte.