Archiv von "Lindenstraße"-Erfinder Geißendörfer in Berlin eröffnet

    Hans W. Geißendörfer, der "Vater" der TV-Serie "Lindenstraße" mit dem berümtesten Straßenschild im deutschen Fernsehen, 1998.
    Hans W. Geißendörfer mit dem berümtesten Straßenschild im deutschen Fernsehen im Jahr 1998. © picture alliance / dpa / Horst Galuschka
    Er zählt zu den wichtigsten Produzenten und Regisseuren der deutschen Filmszene: Hans Wilhelm Geißendörfer, der Erfinder der Kultserie "Lindenstraße". Nun ist sein Archiv in der Berliner Akademie der Künste erschlossen und dort öffentlich zugänglich. Wie die Akademie am Dienstag mitteilte, umfasst das Geißendörfer-Archiv 141 Regalmeter mit Drehbüchern, Plakaten, Fotos, Produktionsunterlagen und Kritiken zu seinen Filmen. Dazu biete die Sammlung auch Publikumspost und bilde so insgesamt ein Stück deutscher Zeitgeschichte ab. Bekannt wurde der 84-jährige in den 1970er Jahren. Sein Film "Die Gläserne Zelle" gewann 1978 den Deutschen Filmpreis und wurde als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert. 1983 lief sein Film "Ediths Tagebuch" im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele im französischen Cannes, zwei Jahre später schuf er die Vorabendserie "Lindenstraße", die die ARD nach fast 1.800 Folgen 2020 einstellte.