Archäologen graben nach Spuren jüdischen Lebens in Erfurt

    Jüdischer Schatz Erfurt: Alte Synagoge
    Im Jahr 2023 erhielt die Landeshauptstadt Erfurt den UNESCO-Welterbetitel für ihre jüdischen Bauten. © IMAGO / Karina Hessland-Wissel
    Das jüdisch-mittelalterliche Erbe in Erfurt gehört seit 2023 zum Unesco-Weltkulturerbe. Jetzt soll es weiter erforscht werden. Dazu haben auf dem Erfurter Rathausparkplatz archäologische Grabungen zur Geschichte der zweiten mittelalterlichen jüdischen Gemeinde begonnen. Ziel ist es nach Angaben des Gebietsreferenten für Mittelthüringen beim Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Tannhäuser, möglichst auf die Gründungshorizonte der Gebäude zu kommen. So soll die eigentliche Baugeschichte so weit wie möglich dokumentiert werden. Dafür soll bis etwa zweieinhalb Meter Tiefe gegraben werden. Beim Bau des Rathausparkplatzes in den 90er Jahren war nur die obere Schicht der jüdisch-mittelalterlichen Bebauung abgetragen worden. Die Archäologen hoffen, Erkenntnisse zur Baugeschichte des ehemaligen jüdischen Gemeindezentrums zu gewinnen.