Archäologen finden erstmals Belege für römische Legionäre im Vorharz

    Ein steinernes Standbild zeigt Julius Caesar mit erhobener Faust.
    Cäser war nicht im Vorharz, aber die neu entdeckten römischen Marschlager könnten mit einem Feldzug unter Kaiser Caracalla im Jahr 213 n.Chr. zusamenhängen. © imago / Depositphotos / Zwiebackesser
    Dass römische Legionäre im Harzvorland waren, galt lange als Legende. Jetzt gibt es dafür erstmals handfeste Beweise. Archäologen aus Sachsen-Anhalt haben zwischen Harz und Elbe gleich vier römische Marschlager entdeckt. Sie nutzten dafür Luftbilder und machten gezielte Grabungen. Datierungen und eine Silbermünze der Funde weisen ins frühe 3. Jahrhundert. An allen vier Standorten konnten Gräben von bis zu 1,7 Meter Tiefe nachgewiesen werden. Zudem wurden mehr als 1.500 Metallfunde, vor allem Nägel und Bolzen, aber auch Münzen geborgen. Die Fundorte liegen bei Dessau und Wernigerode. Sie belegen dass, die Römer so weit in den Nordosten des einstigen Germaniens vorgedrungen sind.