Archäologen entdecken 2000 Jahre alte Hügelfestung in Estland

    Archäologen der Universität Tartu haben auf Karten von Köstrimägi konzentrische Wälle und Gräben identifiziert, die auf den früheren Standort einer Hügelfestung hinweisen.
    Archäologen der Universität Tartu haben auf Karten von Köstrimägi konzentrische Wälle und Gräben identifiziert, die auf den früheren Standort einer Hügelfestung hinweisen. © x
    Schon lange wiesen schriftliche Berichte und mündliche Überlieferungen auf ihre Existenz hin - jetzt haben Archäologen in Estland eine 2000 Jahre alte Hügelfestung entdeckt. Den Forschenden der Universität Tartu gelang dies mit Hilfe hochauflösender Gelände-Kartierungsinstrumente, berichtet das Online-Kunstmagazin ”Artnews”. Die 1.500 Quadratmeter große Anlage im Landkreis Tartu wurde offenbar nur für wenige Jahrzehnte bewohnt und in einer turbulenten Phase der Geschichte errichtet - worauf Brandspuren deuten. Auch die Architektur der Festung - mit einem niedrigen, stufenförmigen Wallsystem und flachen Gräben dazwischen - ist ungewöhnlich für die Region. Die Forschenden vermuten, dass die Erbauer Fremde in der Gegend gewesen sein könnten, die in Konflikt mit den lokalen Gemeinschaften gerieten – möglicherweise Migranten aus dem heutigen Lettland, wo es zu der Zeit ebenfalls niedrige Wallanlagen gab.