Anklage gegen Budapester Bürgermeister wegen Pride-Parade 2025 fallen gelassen

    Menschen marschieren bei der Gay-Pride-Parade in Ungarns Hauptstadt Budapest am 28. Juni 2025, obwohl ein spezielles Gesetz von Ministerpräsident Viktor Orbán diese verboten hatte.
    Trotz Verbots nahmen mehr als 200.000 Menschen an der Gay-Pride-Parade am 28. Juni 2025 in Budapest teil. © picture alliance / Photoshot / Giuseppe Lian / Avalon
    Die ungarische Staatsanwaltschaft hat eine Anklage gegen den Budapester Bürgermeister Gergely Karacsony wegen der Ausrichtung der Pride-Parade im vergangenen Jahr fallen gelassen. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im April "stellen die in der Anklageschrift beschriebenen Sachverhalte keine Straftat mehr dar", erklärte die Staatsanwaltschaft. Auch die Anklage gegen den Organisator der Parade ist vom Tisch. Die Regierung unter dem damaligen rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban hatte die Demonstration in Budapest im vergangenen Jahr mit Verweis auf ein Anti-LGBTQ-Gesetz aus dem Jahr 2021 verboten. Der Grünen-Politiker Karacsony hatte die Pride Parade trotzdem stattfinden lassen.