Animationsfilm "Tscheburaschka 2" sorgt in Russland für Diskussionen

    Eine Tscheburaschka-Figur steht in der Fußgängerzone der russischen Kurstadt Kislowodsk. Der erste Teil des Tscheburaschka-Films wurde dort gedreht. Die Figur hat einen Korb mit Apfelsinen dabei
    Tscheburaschka ist in Russland weithin bekannt. © picture alliance / dpa / Ulf Mauder
    In Russland sorgt ein neuer Kinderfilm für politische Diskussionen. Es geht darin um die Trickfilmfigur Tscheburaschka, die bereits zu Sowjetzeiten populär war. Seit drei Wochen führt "Tscheburaschka 2" um das wuschelige Phantasiewesen mit großen Ohren die Kinocharts in Russland an. Doch aus dem Parlament kommt Kritik. Der Vizechef des Kulturausschusses, Dmitri Pewzow, etwa meint, im Film fehle eine klare Moral. Eine weitere Abgeordnete schloss sich an und forderte eine schärfere Zensur. Der kreml-nahe Ideologe Alexander Dugin bezeichnete Tscheburaschka gar als Symbol des Teufels. Vizekulturministerin Schanna Alexejewa dagegen meint, wäre der Film nicht interessant, wären wohl kaum fast zehn Millionen Menschen ins Kino gegangen. Doch auch sie formulierte bei der Vorstellung neuer Richtlinien für die Filmfinanzierung Wünsche an das Kino: Russland solle als modernes Land zur Selbstverwirklichung gezeigt werden. Und auch "Heldentum und die Aufopferung unserer Kämpfer" sollten in geförderten Filmen Platz finden.