Seit 00:05 Uhr Freispiel

Montag, 19.11.2018
 
Seit 00:05 Uhr Freispiel

Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 17.01.2008

Angst vor dem Missbrauch

Pilotprojekt an der Charité hilft Pädophilen

Von Beate Ziegs

Podcast abonnieren
Trauriges Kind vor einem zerbrochenen Spiegel (Stock.XCHNG / kat callard)
Trauriges Kind vor einem zerbrochenen Spiegel (Stock.XCHNG / kat callard)

In Deutschland werden jährlich etwa 20.000 Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten Taten werden im Dunkelfeld verübt und kommen nie zur Anzeige. In einem Pilotprojekt der Berliner Charité können Pädophile lernen, ihre sexuellen Impulse zu kontrollieren und mögliche Übergriffe von vornherein zu verhindern.

Über die Hälfte der Projektteilnehmer haben sich vorher oft über Jahre vergeblich um eine Therapie bemüht. Den Therapeuten an der Charité geht es jedoch nicht nur um Opferschutz. Sie wollen außerdem Existenzen retten und ihre Patienten vom Stigma des Kinderschänders befreien, denn die Mehrheit der sexuell motivierten Delikte wird nicht von Pädophilen begangen, sondern von sogenannten "Ersatztätern".

Manuskript zur Sendung als pdf oder im barrierefreien Textformat

Forschung und Gesellschaft

ErnährungSchön schwanger?
Eine schwangere Frau hält ihren Bauch. (dpa/Fredrik von Erichsen)

Auch Schwangere müssen sich heute Schönheitsidealen unterwerfen, und so gilt auch für sie: je schlanker, umso schöner. Mit dem Ergebnis, dass immer mehr Mütter unter Essstörungen leiden.Mehr

Gen-AnalyseZukunft der Forensik
Ein Mitarbeiter der Abteilung Interdisziplinäre Untersuchungen sichert Spuren an einem Papierbogen in einem technischen Labor des Landeskriminalamt Schleswig-Holstein. (picture alliance / dpa / Foto: Olaf Malzahn)

Blauäugig, schwanger und rothaarig: Aus Erbmolekülen einer einzelnen Körperzelle lassen sich immer mehr Informationen extrahieren. Doch nicht alles, was Forscher aus Spuren lesen können, dürfen Polizisten verwenden.Mehr

Pre-PolicingZukunft der Forensik
Blaulicht eines Polizeiautos, das von einer Pkw-Fensterscheibe reflektiert wird (picture alliance / dpa)

"Tundra Freeze" heißt das Programm, mit dem der US-Geheimdienst NSA Gesichter von Bildern identifizieren will, die er massenweise im Internet gesammelt hat. Sogenannte Zielpersonen auf der ganzen Welt können damit ausfindig gemacht werden.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur