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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 04.03.2012

Angebot und Nachfrage

Moderation: Tanja Runow

Die Künstlerin Madhu Kaza bringt gestresste New Yorker in den Schlaf. (AP/dradio.de)
Die Künstlerin Madhu Kaza bringt gestresste New Yorker in den Schlaf. (AP/dradio.de)

Wir beschäftigen uns in dieser Sendung mit den Regeln des Marktes und den entsprechenden Phänomenen im Großstadtkosmos. Es geht um Korruption, Marktlücken, Nachhaltigkeit und schlaue Geschäftsideen.

Die Schöne und der Müll
Von Carola Hoffmeister
Katell-Gélébart entwirft Kleidung, Taschen, Lampen und Möbel aus Materialien, die andere in den Müll werfen. Ihren ersten Shop für Recycling-Mode eröffnete sie 1998 in Amsterdam. Sein Name wurde zum Programm: Art d'Eco, also Ecological Art. Mit ihren Kreationen bestückt die 39-Jährige nicht nur "Fair-Handelsläden" von Tokio bis Amsterdam, längst ist sie mit ihrer Mode auch auf den alternativen Laufstegen in Paris und Prag vertreten. In Hamburg ist nun eine Ausstellung über die Arbeiten der Recycling-Pionierin zu sehen.

Auf die korrupte Tour
Von Kilian Kirchgeßner
Mit uns lernen Sie Prag mal anders kennen - so wirbt ein ungewöhnliches Reisebüro für seine Touren. Corrupt Tours führt an die Orte der Metropole, an denen mutmaßlich bestochen und veruntreut wird. Mit einer guten Portion Humor klopfen die Corrupt-Reiseleiter an Bürotüren in der Stadtverwaltung, besuchen das Informationszentrum der Stadtautobahn, die auf rätselhafte Weise viele Millionen teurer wurde als geplant und fahren mit dem Bus in die prächtigen Villenviertel Prags. Alle Angebote sind vorerst restlos ausgebucht.

Gutenachtgeschichten in New York
Von Thomas Schmidt
Einsamkeit gepaart mit Einschlafproblemen ist eine unangenehme Sache. Die New Yorker Künstlerin Madhu Kaza hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, gestresste New Yorker in den Schlaf zu bringen - per Gutenachtgeschichte. Einfach eine E-Mail mit Name, Adresse und Lieblingsbuch verfassen und am Abend sitzt die indisch-stämmige Amerikanerin auf der Bettkante.

Sehnsucht nach Selbstgemachtem
Von Marietta Schwarz
Berlin wird internationaler, was man in den angesagten Stadtteilen auch daran merkt, dass neben deutsch mindestens ebenso viel englisch, spanisch, italienisch und französisch gesprochen wird. Nicht allen gefällt das. Die Altzugezogenen unterstellen den Neuzugezogenen oft, dass sie die schönen, authentischen Kieze "versauen" und die Mietpreise nach oben jubeln. Doch dieses "Versauen" hat mindestens einen positiven Nebeneffekt: Es gibt in der Bäcker- und Konditoreiwüste Berlin endlich wieder anständigen Kuchen.

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Stoßstange an Stoßstange stehen die Autos auf der Avenida Paulista in der brasilianischen Großstadt Sao Paulo (Aufnahme vom 11.01.2010). (picture-alliance / dpa / Helmut Reuter)

Das Neonlicht braust mit einem Motogirl durchs Verkehrschaos von Sao Paulo, probiert jüdische Speisen in der Gourmet-Version in New York und spürt der Faszination Zauberwürfel nach.Mehr

StadtalltagBesser leben geht immer
Blick am 03.08.2007 von der Wettsteibrücke über den Rhein auf den Baseler Stadtteil Grossbasel mit dem Münster der Stadt. ( picture-alliance/ dpa /  Thomas Eisenhuth  )

In New York greift fast niemand mehr zum Joint – Marihuana wird stattdessen lungenschonend gevaped mit teuren Luxusverdampfern. Während man in Basel die Pause im Rhein verbringt, greift der Berliner zunehmend zum kalorienarmen Onigiri statt zur Currywurst. Mehr

Boring ConferenceDie Kunst der Langeweile
Ein müder Student gähnt (picture alliance / dpa)

Die passende Geisteshaltung zum Sommer kommt aus Großbritannien. Denn wo alle busy sind, ist für Hipster nichts attraktiver als Langeweile. Ein Niederländer hat leuchtende Autobahnen entwickelt. Und: Welches Selfie wird auch wirklich ein Hit? Mehr

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