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Kulturnachrichten

Montag, 2. März 2015

Andreas Dresen verfilmt "Timm Thaler" neu

Dreharbeiten sollen im Herbst beginnen

Der Fernsehklassiker "Timm Thaler" wird für die Kino-Leinwand neu verfilmt. Das berichtete eine Sprecherin der Constantin Film heute in München. Nächstes Jahr soll der Film in die Kinos kommen. Die Regie wird Andreas Dresen übernehmen. "Timm Thaler" basiert auf einem Roman von James Krüss. Bei der ZDF-Weihnachtsserie von 1979 hatte Thomas Ohrner den Jungen Timm Thaler gespielt, der sein Lachen an den geheimnisvollen Baron Lefuet (Horst Frank) verkauft. Für Timms Rolle im neuen Film wird ein Darsteller gesucht.

Türkischer Schriftsteller Yasar Kemal beerdigt

Kemal war am Samstag im Alter von 91 Jahren gestorben

Der türkische Schriftsteller und Friedenspreis-Träger Yasar Kemal ist in Istanbul beerdigt worden.
Unter großem öffentlichen Interesse wurde der berühmte Autor am Montag auf dem Friedhof Zincirlikuyu im Stadtteil Sisli beigesetzt, wie Medien berichteten. Kemal zählte zu den wichtigsten Romanautoren der Türkei. Mit seinem 1955 veröffentlichten Roman "Memed mein Falke" wurde er zum meistgelesenen Schriftsteller seines Landes und erlangte weltweiten Ruhm. Kemal hatte im Jahr 1997 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten.

Russischer Opernchef wegen Blasphemie vor Gericht

Es drohen Geldbuße und gemeinnützige Arbeit

Wegen des Vorwurfs der Schändung religiöser Symbole müssen sich der Intendant des Opernhauses im russischen Nowosibirsk und der Regisseur einer dortigen "Tannhäuser"-Inszenierung vor Gericht verantworten. Wie russische Medien am Montag berichten, setzte das Bezirksgericht in der sibirischen Metropole für Mittwoch eine Verhandlung gegen den Intendanten Boris Mezdritsch sowie für Donnerstag gegen Opernregisseur Timofej Kuljanin an. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt beide, mit der Inszenierung der Wagner-Oper das "Bild von Jesus Christus" öffentlich geschändet und damit eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben. Mezdritsch und Kuljanin drohen eine Geldbuße und bis zu 120 Stunden gemeinnützige Arbeit. Sie waren vom orthodoxen Metropoliten von Nowosibirsk, Tichon, und einem Vertreter des Innenministeriums angezeigt worden. Der Opernchef kündigte an, er werde die "künstlerische Politik" seiner Bühne verteidigen. Kein Besucher der Premiere Ende Dezember habe sich beim Opernhaus beschwert. Kuljanin gehört zu den prominentesten Opern-Regisseuren des Landes.

Asiatische Kunstwerke von unschätzbarem Wert gestohlen

Einbrecher drangen in Schloss Fontainebleau ein

Aus dem Schloss Fontainebleau bei Paris sind am Wochenende rund 15 wertvolle Kunstwerke aus China und Siam gestohlen worden. Die Täter seien am Sonntag kurz vor 06.00 Uhr morgens in das Schloss von Fontainebleau eingedrungen, teilten das Kulturministerium und das Schloss mit. Der Einbruch in dem durch Alarmanlagen und Videokameras besonders gesicherten chinesischen Museum des Schlosses habe nur sieben Minuten gedauert. Die gestohlenen Kunstwerke sind nach Angaben des Schlosses von "unschätzbarem Wert" und "einzigartig". Unter den gestohlenen Objekten, die von der Kaiserin Eugénie gesammelt wurden, befindet sich die Krone des Königs von Siam (späteres Thailand), die Napoleon III. 1861 geschenkt worden war. "Das ist ein Schock und ein sehr großes Trauma", sagte Schlossdirektor Jean-François Hebert. Nach seinen Angaben waren die Einbrecher "sehr professionell" und "sehr entschlossen" vorgegangen. Sie hätten offenbar genau gewusst, was sie wollten.

Techno Urvater William Röttger gestorben

Röttger gilt als Entdecker von Westbam

Einer der Urväter des Techno in Deutschland ist gestorben. Am Wochenende erlag William Röttger einem Krebsleiden, so der "Tagesspiegel" heute. Röttger war Mitveranstalter von Techno-Großevents wie der Love Parade und dem Mayday. 1985 gründete es das Techno-Label Low Spirit, das bald zu einem der der wichtigsten Technolabels avancierte. Seine Wohnung in der Charlottenburger Mommsenstraße wurde zu einer Keimzelle des deutschen Techno. Nach dem Niedergang von Techno und der Love Parade sowie dem Ende des Low-Spirit-Labels widmete sich Röttger hauptsächlich der Bildenden Kunst, als Galerist wie als Produzent.

Schweizer Soziologe Kurt Imhof gestorben

Soziologe und Medienkritiker erlag gestern einem Krebsleiden

Der Zürcher Soziologieprofessor Kurt Imhof ist am Sonntagmorgen 59-jährig in Zürich gestorben. "Mit Kurt Imhof verliert die Soziologie und Medienwissenschaft eine engagierte Persönlichkeit, die neugierig das gesellschaftliche Geschehen ergründete und offen kommunizierte, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen", sagte sein Kollege Ueli Mäder. Imhof hat den medienkritischen Diskurs in den vergangenen Jahren stark geprägt. Sein Lebensthema waren die journalistischen Erzeugnisse und deren Auswirkungen auf die demokratische Öffentlichkeit. Ein grosses Anliegen war Imhof die Institutionalisierung der wissenschaftlichen Medienkritik und Medienanalyse. Dies gelang ihm mit der Schaffung des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft.

Verhaftung nach Mord an Autor in Bangladesch

Blogger und Schriftsteller Abhijit Roy war am Donnerstag ermordet worden

Vier Tage nach dem Macheten-Mord an dem religionskritischen Schriftsteller und Blogger Abhijit Roy in Bangladesch ist der Hauptverdächtige gefasst worden. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben am Montag einen 28-jährigen Islamisten fest, der vor zwei Jahren bereits wegen Ermordung des Bloggers Rajib Hyder inhaftiert worden war. Er war gegen Kaution auf freiem Fuß. Roy lebte in den USA und schrieb seit Jahren gegen religiösen Fundamentalismus in seinem überwiegend muslimischen Heimatland Bangladesch an. Am Donnerstag wurde er bei einer Lesungsreise nahe der Universität der Hauptstadt Dhaka aus einer Rikscha gezerrt und brutal getötet. Seine Frau wurde bei der Attacke schwer verletzt. Der 28 Jahre alte Tatverdächtige habe vor dem Angriff auf seiner Facebook-Seite damit gedroht, Roy umzubringen, sagte Polizeisprecher Mufti Mahmud Khan.

Felix Droese erhält Düsseldorfer Preis der Künstler

Preis ist mit 5000 Euro dotiert

Der Künstler Felix Droese (65) wird für sein Lebenswerk mit dem Preis der Düsseldorfer Künstlerschaft geehrt. Der mit 5000 Euro dotierte "Kunstpreis der Künstler" wird jedes Jahr zur Eröffnung der traditionsreichen "Großen Kunstausstellung" in Düsseldorf vergeben. Die von Künstlern organisierte Schau ist diesmal vom 8. bis 29. März im Museum Kunstpalast zu sehen, wie die Veranstalter am Montag mitteilten. Droese, der 1982 an der Documenta teilnahm, mische sich als "politisch wacher Künstler" mit seiner Kunst gesellschaftlich ein, "ohne auf eventuelle Marktreaktionen Rücksicht zu nehmen", urteilte die Preisjury.

Intendant Wedel will mehr Stars in Bad Hersfeld

"Man darf die Festspiele nicht kaputt sparen" sagte Wedel

Der neue Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Dieter Wedel, will für den Sommer mehr Stars verpflichten. Zuletzt seien die Schauspieler in Bad Hersfeld zu unbekannt gewesen. Dass große Namen auch großes Geld kosten, sei ein Trugschluss: "Berühmte Schauspieler sind nicht viel teurer als weniger bekannte. Sie verlangen nur etwas mehr Aufmerksamkeit, sie wollen empfangen werden und sicher sein, dass sie gut rüberkommen." Wenn mehr Stars kämen, kämen auch mehr Zuschauer - und letztlich auch mehr Sponsoren. "Man darf die Festspiele nicht kaputt sparen. Zuletzt ist hier eine Menge schiefgelaufen", sagt Wedel. Er wird an diesem Donnerstag auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin persönlich die Werbetrommel für die 65. Saison des Freilicht-Theaterfestivals (6. Juni bis 2. August) in Hessen rühren.

Finnlands musikalische Inklusion beim Eurovision Song Contest

Die Fernsehzuschauer haben abgestimmt:

Die Punkband Pertti Kurikan Nimipaivat - kurz PKN - wird das Land beim Internationalen Wettbewerb mit dem 90 Sekunden langen Song "I always have to" vertreten. Bassist Sami Helle sagte nach der Entscheidung mit Tränen in den Augen: Er hoffe, dass "die Leute bereit sind für die Musik von vier behinderten Männern mit Down-Syndrom und Autismus".

Unecso sucht Vorschläge für immaterielles Kulturerbe

Neue Bewerbungsrunde für das immaterielle Kulturerbe gestartet

Die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Deutsche Unesco-Kommission (DUK) haben am Montag eine neue Bewerbungsrunde für das immaterielle Kulturerbe gestartet. Bis 30. Oktober können Gruppen und Gemeinschaften, die eine kulturelle Ausdrucksform praktizieren, die Aufnahme ins bundesweite Verzeichnis beim Kultusministerium beantragen, wie dieses mitteilte. 27 Traditionen stehen bereits im bundesweiten Verzeichnis, darunter Morsetelegrafie und Orgelbautradition. Kulturelles Erbe umfasse "lebendige kulturelle Ausdrucksformen" wie Feste, darstellende Künste, Naturheilkunde oder Handwerkskunst. Das bundesweite Verzeichnis solle die Vielfalt an kulturellen Ausdrucksformen in Deutschland abbilden. Um in das Verzeichnis aufgenommen zu werden, müsse die Ausdrucksform Identität stiften und Zugehörigkeit vermitteln, weitergegeben werden und sich weiterentwickeln können.

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