Als ob nichts gewesen wäre

Die Stelle, an das Kölner Stadtarchiv im Boden versank © AP
Von Friederike Schulz · 03.03.2011
Bis 13.58 Uhr war der 3. März 2009 für die die Mitarbeiter des historischen Archivs der Stadt Köln ein ganz normaler Arbeitstag. Doch dann kamen Bauarbeiter hereingestürzt und brüllten "raus hier". Gerade noch rechtzeitig konnten die Archivare fliehen, dann stürzte das Gebäude ein.
1000 Jahre Stadtgeschichte wurden unter dem Schutt begraben. Zwei Anwohner starben in den Trümmern. Zwei Jahre später ist in der Severinstraße der Alltag wieder eingekehrt, die Archivare rekonstruieren mühevoll die wiedergefundenen Dokumente, und die Stadtverwaltung sucht beflissen "Paten" für die Finanzierung der Restaurierung. Die Nord-Süd-Bahn wird munter weitergebaut. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Verborgenen. Der Länderreport lässt die Ereignisse vom 3. März noch einmal Revue passieren und fragt nach, wieso in Köln kaum noch über die Schuldfrage diskutiert wird.