Montag, 14.10.2019
 

Echtzeit | Beitrag vom 15.06.2019

Alltagshelden und HeldinnenOhne Superkräfte für eine bessere Welt

Moderation: Marietta Schwarz

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Ein Mann trägt ein Kind auf seinen Schultern.  (imago images / Westend61 / Maya Claussen)
Oft sind es gar nicht die unerreichbaren Stars, die einen inspirieren, sondern Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel... (imago images / Westend61 / Maya Claussen)

Ob die eigenen Eltern oder die Lieblingsband – die Echtzeit schaut heute, wie Alltagshelden die Welt ein bisschen besser machen, wie in Berlin-Spandau ein nachhaltiger Kiez geschaffen werden soll und was es mit veganen DJs auf sich hat.

Ob es die Spice Girls sind, wie bei unserer Autorin Katharina Kühn, oder Superman für den fünfjährigen Neffen – persönliche Helden und Heldinnen sind Vorbilder und die sind im Leben wichtig. Warum, das hat Katharina Kühn nicht nur sich selbst, sondern auch eine Psychologin gefragt.

In Berlin-Spandau wird sauber gemacht

Die Klimawerkstatt Spandau möchte einen sauberen, nachhaltigen Kiez (schaffen). Deshalb gab es im Mai die Aktion "Spandauer Flecken". Schüler, Schülerinnen und andere Freiwillige sollten mit Ökokreidespray den Müll, der einfach so auf die Straße geworfen wurde, umkringeln, um so auf die Verschmutzung durch Unachtsamkeit der Menschen hinzuweisen. Aktuell wird das Projekt ausgewertet. Ist Spandau jetzt sauberer? Und wie reagieren Menschen in ihrem Alltag auf Bevormundung? Das hat Ina Hildebrandt für uns herausgefunden.

Produzent und D.J. Phonique legt im März 2017 in Berlin auf.  (picture alliance/dpa/Ralf Mueller)Produzent und D.J. Phonique legt auf, wie hier in Berlin, und ernährt sich vegan. (picture alliance/dpa/Ralf Mueller)
Phonique ist seit den 90er-Jahren in der DJ-Szene aktiv. Nicht nur in Berlin erfreut er Tänzer und Tänzerinnen mit seinem Deep-House-Sound. Vor sechs Jahren beschloss der Wahlberliner vegan zu werden. Für die Tiere. Für die Umwelt. Anfang das Jahres hat der DJ mit seinem Kollegen David Krasemann aka Dave DK die Plattform "HowVDance" ins Leben gerufen. Eine Plattform, auf der sich vegane DJs und Produzenten treffen. Warum? Weil der DJ jemand ist! Einer, der ein Jet-Set-Leben führt und trotzdem vegan sein kann. Einer, der angehimmelt wird und so vielleicht den ein oder die andere zum Umdenken bewegt!

Gegen die Verschwendung – ein Foodtruck in München

In Deutschland landen im Jahr rund 13 Millionen Tonnen Essen auf dem Müll. Das ist pro Person ein Schnitt von 85 kg. Und dabei ist vieles noch gut! Wir haben einfach verlernt, einen angeditschten Apfel genauso zu schätzen wie einen makellosen! Man könnte die Druckstelle ja einfach wegschneiden, z.B., oder den beim Kuchenbacken verwenden.

In München hat in der letzten Woche ein Foodtruck Essen, das auf dem Müll landen sollte, in Mahlzeiten verwandelt und diese verschenkt. Ein Statement für weniger Verschwendung. In Berlin gibt es einen Koch, der sich dem Zero-Waste-Cooking verschrieben hat, Kurse dafür anbietet und vor allem an die Schulen geht, weil er sagt: Die Jungen sind unsere Helden und Heldinnen hier! Wenn die umdenken, ihre Sinne kennenlernen, verstehen, dass man auch erreichen kann, ob Essen schlecht ist, dann ist ein Umbruch möglich. Andi Hörmann berichtet von den Essenshelden.

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