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Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 17.09.2007

Alles für den Literaturliebhaber

Literatur im Netz

Von Carolin Pirich

Am Computer (Stock.XCHNG / Daniel V.)
Am Computer (Stock.XCHNG / Daniel V.)

Sie nennen sich Bluetenleser, Literaturkritik oder Poetenladen: Die Literaturszene im Internet gedeiht prächtig. Man kann Kritiken lesen und verfassen, literarische Veranstaltungen finden und Hörproben von Büchern herunterladen.

Einen schönen Überblick vor allem für Literaturbeiträge im Radio gibt die Seite bluetenleser.de: Sendungen mit Lesungen, Gespräche, Buchkritik und Bestsellerlisten, jeweils mit einem Link zum Livestream der Radiosender. Der Nachteil: hat man die Sendung verpasst, gibt es auf bluetenleser.de nur vereinzelt und versteckt Hinweise auf Podcasts, die viele Sender zum Nachhören zur Verfügung stellen. Die hier aufgeführten Programmhinweise zu Literatur im Fernsehen sind ziemlich dünn - praktisch und übersichtlich aber ist die Linksammlung zu Literaturseiten im Internet und zu Video on Demand-Angeboten.

Die Seite literature.de bietet zwei- bis dreiminütige Hörproben von Hörbüchern. Diese mp3s kann man auf den eigenen Computer oder auf mp3-Playern speichern, unterwegs anhören und in Ruhe entscheiden, ob man mehr hören will, bevor 15 Euro ausgegeben sind.

Nur wer sich registriert, bekommt exklusive und längere Hörproben, darf Podcasts in voller Länge hören und sich im Forum mitteilen.
"Treuepunkte" von Susanne Fröhlich, von der Autorin, gelesen.

"Die Karte ist voll. Lauter kleine blaue Klebepünktchen. Ein erhebendes Gefühl …"

Die Redaktion der werbefinanzierten Seite gibt auch Büchertipps und stellt einzelne Autoren vor. Autoren finden auch Hinweise auf Stipendien und Preise.

Über eine halbe Million Besucher klicken auf perlentaucher.de. Hier zu surfen kann Zeit sparen. Buchrezensionen von sechs überregionalen Zeitungen werden knapp und übersichtlich zusammengefasst. Außerdem stellt die Redaktion "Bücher der Saison" zusammen, jeweils mit einer kurzen Inhaltsangabe und gespickt mit den Einschätzungen der Berufskritiker.

Lyrikline.org stellt Werke berühmter und noch unbekannter Dichter und Gegenwartslyrik in über 40 Sprachen vor, von den Autoren selbst gelesen.

Zum Anhören der Audiodateien muss man den Realplayer auf dem Computer installiert haben, mit dem die Gedichte angehört, nicht aber auf dem eigenen Computer gespeichert werden können.

Selbst Gedichtetes kann man nicht ohne weiteres einstellen. Eine Jury wählt Gedichte aus.

Die Seite literaturcafé.de ruft dazu auf, Gelesenes selbst zu kritisieren und anderen Benutzern Lesetipps zu geben. Registrieren lassen muss man sich hierfür nicht, es genügt, eine kurze Email an die Redaktion zu schreiben. Einzige Bedingung: das Buch muss noch im Handel erhältlich sein. Foren für die Leser und für Autoren bieten die Möglichkeit, sich über Bücher auszutauschen und eigene kleine Stücke zu veröffentlichen, auch selbst gesprochene Gedichte – wie "Nachtfalter" von Fee Kathrin Kanzler:

"Mit seinen Flügellippen
fing er sich ein Stückchen Ich
aus meinem wirren Haar
und floh
und floh
aus meinem wirren Haar
ein Stückchen Ich
auf seine flüchtigen Lippen"

Hobby-Autoren oder professionelle Schreiber können auf literaturcafé.de eigene Kurzgeschichten, Reiseberichte, Gedichte, erotische Literatur und Fortsetzungsromane einstellen und Resonanz erhoffen – oder fürchten. Allerdings prüft die Redaktion Einträge, Unsachliches und Hämisches wird entfernt. Das Portal ist auch dafür gedacht, erste Kontakte zu Verlagen zu knüpfen – nur kommt das äußerst selten vor, wie der Betreiber der Seite verrät.

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