Alexander Kluge ist mit 94 Jahren gestorben

    Porträt des Filmemachers und Schriftstellers Alexander Kluge, gestikulierend auf einer Bühne.
    Der Schriftsteller und Filmemacher Alexander Kluge ist mit 94 Jahren gestorben. © picture alliance / dpa / Horst Ossinger
    Der Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist tot. Er starb am Mittwoch mit 94 Jahren in München, wie der Suhrkamp Verlag unter Berufung auf die Familie mitteilte. Kluge wurde in den 1960er und 1970er Jahren als einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films bekannt, den er in Theorie und Praxis mitbegründet und weiterentwickelt hat. Der promovierte Jurist war Filmemacher, Schriftsteller, Theoretiker und Fernsehunternehmer in einer Person. In den 1960er Jahren führte ihn sein Weg zuerst zur „Frankfurter Schule“ Theodor W. Adornos, von dort zum Regisseur Fritz Lang und dem Neuen Deutschen Film.
    Als Autor machte er sich vor allem durch Kurzgeschichten einen Namen, außerdem verfasste er wissenschaftliche und philosophische Arbeiten. 1987 gründete er die Produktionsfirma dctp, mit der er sich beim Aufkommen des Privatfernsehens in Deutschland Sendefenster bei RTL und Sat.1 sicherte.