Akademie der Künste protestiert gegen Halbierung des Preisgeldes beim Großen Kunstpreis Berlin

Die Akademie der Künste protestiert - und zwar gegen die geplanten Kürzungen beim Kunstpreis Berlin Jubiläumsstiftung 1848/1948. Der umfasst neben sechs kleineren Auszeichnungen auch den Großen Kunstpreis und ist bisher mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. Das Land Berlin plant aber laut der Akademie, die Mittel zu halbieren. Diese Halbierung stelle die Glaubwürdigkeit der Kulturpolitik infrage, heißt es in einer Mitteilung. Der Kunstpreis Berlin sei Teil der demokratischen Identität dieser Stadt. "Wer ihn schwächt, schwächt diese Identität", formuliert die Akademie der Künste weiter. Sie verweist dabei auf die Geschichte des Preises, der 1948 in Erinnerung an die Märzrevolution hundert Jahre zuvor ausdrücklich als politischer Preis gestiftet worden sei. In diesem Jahr erhält den Großen Kunstpreis die international bekannte US-Sängerin, Regisseurin und Choreografin Meredith Monk. Die Akademie meint: "Wer eine Künstlerin dieses Formats ehrt und zugleich das Preisgeld halbiert, setzt ein widersprüchliches Signal."