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Interview / Archiv | Beitrag vom 20.10.2018

AfghanistanTaliban gefährden die Wahlen

Laila Noor im Gespräch mit Ute Welty

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(181018) -- KABUL, Oct. 18, 2018 () -- A female parliamentary election candidate, Maryam Sama (R), campaigns on a street in Kabul, capital of Afghanistan, Oct. 13, 2018. During the upcoming polls, nearly 9 million registered voters, including 3 million women, out of some 12 million eligible Afghans, will cast their ballots to elect members of the lower house for a five-year term. (/Rahmat Alizadah) (hy) | (picture alliance / Photoshot)
Die afghanische Kandidatin Maryam Sama während des Wahlkampfs in Kabul. (picture alliance / Photoshot)

In Afghanistan wird heute unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ein neues Parlament gewählt. Die Modedesignerin Laila Noor betont den Mut der zahlreichen Politikerinnen, trotz der Bedrohungen zu kandidieren. Ihre Initiative baut Schulen im Land auf.

Neun Millionen Afghanen sind heute zur Parlamentswahl aufgerufen. Vor allem junge Leute wollen ihre Stimme abgeben - doch die Angst vor Anschlägen der Taliban ist allgegenwärtig.

Die Lage in Afghanistan sehr schwierig, aber sie bewundere die mutigen Frauen, die sich trotzdem als Kandidatinnen zur Wahl aufgestellt hätten, sagte die aus Afghanistan stammende Modedesignerin Laila Noor. Ihre Initiative "Independent Afghan Women Association" setzt sich von Bremen aus mit einem ehrenamtlichen Engagement für Schulen und Bildung in Afghanistan ein. "Fast zehn Kandidaten sind in letzter Zeit umgebracht worden", sagte Noor.

Mehr Schulen für Afghanistan

Die Lage in den Regionen sei sehr unterschiedlich. Ihre Organisation sei vor allem im Norden aktiv und habe für 14.000 Jungen und Mädchen möglich gemacht, zur Schule zu gehen. Entscheidend sei aber die Sicherheitslage. Erst im April sei sie in Afghanistan gewesen, um ein Gymnasium zu eröffnen, sagte Noor. Auch der afghanische Erziehungsminister unterstütze den Einsatz für mehr Bildung. (gem)

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