Achtzig Prozent der restaurierbaren Bücher der Anna-Amalia-Bibliothek sind gerettet

    Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar
    Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar © dpa / picture alliance / Jan Woitas
    22 Jahre nach dem Brand in der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek sind etwa achtzig Prozent der restaurierbaren Bücher gerettet. Das sagte Bibliotheksdirektor Reinhard Laube dem Evangelischen Pressedienst. Mittels eines in Weimar entwickelten Spezialverfahrens werden die zum Teil verkohlten Bücher Blatt für Blatt gesäubert und an den Randbereichen nahtlos neues Papier angefasert. So entstehen aus den angekohlten Überresten wieder Bücher in zwar schmucklosen grauen Einbänden, die aber weiterhin in die Hand genommen, digitalisiert und gelesen werden können. Rund 300.000 Blatt müssten noch restauriert werden, so Bibliotheksdirektor Laube. Die Finanzierung des Projektes durch öffentliche Mittel und Spenden laufe bis einschließlich 2028. Danach könnte das Weimarer Spezialverfahren möglicherweise an anderen Orten zum Einsatz kommen. Ein Kolloquium Ende März soll Möglichkeiten ausloten, wie und wo die Restaurierungswerkstatt künftig genutzt werden könnte.