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Interview / Archiv | Beitrag vom 29.09.2016

Abwrackprämie für Mofas"Wahre Dreckschleudern" von der Straße holen

Gerd Lottsiepen im Gespräch mit Frank Meyer

Mitglieder des Vespa-Club Frankfurt sitzen am 11.03.2016 in Frankfurt am Main (Hessen) bei einer Ausfahrt auf einer Privatstraße für den Fotografen auf ihren Maschinen. Die erste Vespa, die Vespa kam im Jahr 1946 - vor 70 Jahren- in Italien auf den Markt Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (picture alliance / dpa)
Wenn Vespa-Fahrer ihre Mopeds durch Elektroroller ersetzen, bekommen sie dafür eine Prämie - zumindest in Tübingen. (picture alliance / dpa)

Tübingen will Mofas von den Straßen verbannen - mithilfe einer Abwrackprämie. Wer sich ein Elektrozweirad kauft, erhält bis zu 500 Euro von der Stadt. Eine gute Idee angesichts extrem hoher Emmissionen, findet Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland.

Mofas und Mopeds, vor allem Zweitakter seien "wahre Dreckschleudern", sagt Lottsiepen. Sie hätten deutlich mehr gesundheitsschädigende Schadstoffe als PKW der letzten zehn Jahre: "Wenn man die aus dem Verkehr holt und durch moderne Technik ersetzt, (…) dann macht das durchaus Sinn." Mit einem Elektroroller sei man auch deutlich leiser unterwegs. "Es ist tatsächlich in dem Fall eine ökologisch orientierte Abwrackprämie", so Lottsiepen - im Gegensatz zu jener Prämie, die während der Finanzkrise genutzt wurde, um die Industrie zu stärken.

Lottsiepen kann sich vorstellen, dass das Beispiel Tübingen Schule macht: "Wenn man das gut lösen kann, dann ist das durchaus auch eine Investition, die sich für Städte lohnt, um die Lebensqualität (...) zu erhöhen." Im Gegensatz zur Kaufprämie für Elektroautos funktioniere dieses Modell nicht nach dem Gießkannenprinzip. Und Probleme mit dem Aufladen der Fahrzeuge gebe es auch nicht: Es reiche die Steckdose im Keller. 

 

 

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