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Echtzeit | Beitrag vom 26.05.2018

Abseits der KlischeesÜber Vorstadtkulturen

Moderation: Katja Bigalke

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Ein Kind steht vor einem Hochhaus. (Imago / JOKER)
Gelungener sozialer Wohnungsbau oder monotoner Wohn-Horror? (Imago / JOKER)

An der Peripherie finden sich die Problemviertel: monotone Trabantenstädte, in die nur zieht, wer sich nichts anderes leisten kann, so das Vorurteil. Dabei sind die Vorstädte nicht selten Keimzelle neuer urbaner Trends.

An der Peripherie wohnen die Probleme und Klischees - zumindest wenn man vom Zentrum aus auf Vorstädte wie Berlin-Marzahn schaut. Nicht aber, wenn man dort als Fußpflegerin arbeitet und eigentlich Schriftstellerin ist: Katja Oskamp bearbeitet Hühneraugen und Hornhaut und hört tolle Lebensgeschichten. Aus dem Berliner Stadtteil, der in diesem Jahr 41 wird und damit älter als die DDR, für deren Wohnungsbauprogramm er einst als Synonym stand.

Weit weniger optimistisch haben die DEFA-Filme das Bauen betrachtet. Die beste Übersicht bietet der Kienberg, auf dem seit der IGA 2017 ein Aussichtsturm namens Wolkenhain steht. Dort beginnt ein Streifzug, der durch aus der Mitte vertriebene Galerien und nie in der Mitte beheimatete russische Shops und Lebenskultur führt.

Wie die "Bronx" sieht Marzahn nicht mehr aus - aber das gilt auch für die Bronx selbst, wie ein Besuch in der New Yorker Vorstadt zeigt, die lange zur Mythenbildung herhalten musste.  

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