Abeka
Tropische Regengüsse haben die abschüssige, rostrote Hauptstraße von Abeka ausgewaschen. Dicht an dicht reihen sich beiderseits Buden und Verkaufsstände. Das beste Angebot bietet Kofi Asamoahs Lebensmittelcontainer. Die Menschen leben in winzigen Wohnungen, die um kleine Höfe angeordnet sind. Dort wird gekocht und gewaschen, getratscht und geruht.
Zongo, Ende der Stadt, nannten einst die muslimischen Zuwanderer aus dem Norden Ghanas das Viertel. Heute liegt Abeka mitten in der Hauptstadt Accra. Nachdem der Muezzin abends um sieben zum letzten Mal zum Gebet gerufen hat und die Dämmerung hereinbricht, werden an einigen der winzigen Verkaufsstände Petroleumlampen angezündet. Kofi Asamoah hat nicht schlecht verkauft. Zwischendurch konnte er sogar in die Stadt fahren und die Stromrechnung bezahlen.