A-Cappella-Nacht bei "Chor@Berlin"

Die Macht der menschlichen Stimme

Moderation: Ruth Jarre · 26.02.2019
Ein Orchester aus Stimmen. Erfunden wurde "a-cappella" in der Sixtinischen Kapelle um 1700. Dass Stimmgewalt bis heute seine Macht hat und mitreißend ist, das beweisen "Slixs" und "Voktett Hannover" beim Festival "Chor@Berlin".
Es war eine Erfindung der päpstlichen Sixtinischen Kapelle um 1700: damals wurde es zur Spezialität, dass die Sänger ohne die Begleitung von Instrumentalisten im Gottesdienst zu hören waren. Eine absolute Seltenheit. Solch ein "Stimmen-Orchester" bezeichnete man später als "a cappella". Diese Art des Singens ist kein historisches Phänomen, sondern bis heute beliebt und lebendig. Diese Nacht beweist das - das Festival "Chor@Berlin" wirft Schlaglichter auf diese sehr diverse Szene.

"Voktett Hannover" - eine Kombination aus Oktett und Vokalensemble - singt geistliche und weltliche "Liebesweisen", in denen sich Euphorie und Verzweiflung, Verlangen und Zuversicht spiegeln. Vor allem in der Romantik wurde das Thema um den Herzschmerz ausgiebig behandelt.
Das Ensemble verteilt sich auf einer modernen Betontreppe.
Zwei mal vier junge Stimmen aus der Musikhochschule ergeben "Voktett Hannover"© Voktett Hannover

Slixs - eine Vocal-Band

"Slixs" bringt sein aktuelles Programm mit: "Playgrounds". Das Sextett präsentiert hier vor allem eigene Werke. Dabei loten sie die Möglichkeiten der menschlichen Stimme aus und bewegen sich musikalisch zwischen Soul, Groove, Funk und World Music.
Das Radialsystem von der Spree aus gesehen
Das Radialsystem ist der Treffpunkte für "Chor@Berlin".© Radialsystem / Sebastian Bolesch
Aufzeichnung des Konzertes vom 23. Februar 2019 im Radialsystem V
Werke von
Peter Cornelius,
Jean Sibelius,
Benjamin Britten u.a.
"Playground"
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