32 Autoren und Autorinnen distanzieren sich vom Westend-Verlag

    Der Linken-Politiker Gregor Gysi
    Der Linken-Politiker Gregor Gysi ist einer der Autoren, die den Westend-Verlag nach der Veröffentlichung des Buches "Links-Deutsch Deutsch-Links" kritisieren. © dpa/picture alliance/Geisler-Fotopress
    Bis vor Kurzem galt der Westend Verlag als links und kritisch. 32 seiner Autoren – darunter der Linken-Politikerin Gregor Gysi – werfen dem Haus nun eine ideologische Kehrtwende vor, wie der "Spiegel" berichtet. Die Autorinnen und Autoren distanzieren sich von ihrem Verlag. In einem offenen Brief kündigen sie an, künftig nicht mehr bei Westend veröffentlichen zu wollen. Als Wendepunkt nennen sie die Veröffentlichung des Bandes "Links – Deutsch / Deutsch – Links", herausgegeben von Pauline Voss und Julian Reichelt. Die Unterzeichnenden werfen dem Verlag vor, das Spektrum seiner Veröffentlichungen "bis hin zur extremen Rechten erweitert" zu haben. Ihrer Meinung nach enthält das Buch Texte von Autorinnen und Autoren, deren Positionen der AfD nahestünden, einer ihnen zufolge "demokratiebedrohenden Partei". Laut den Unterzeichnenden hatte der Verlag zuvor nicht auf ihre Aufforderung zu einem Gespräch reagiert. Sie erwähnen, dass sich der Verlag bis vor Kurzem auf seiner Homepage ausdrücklich als "Plattform für kritische, linke Perspektiven auf gesellschatliche Entwicklungen" beschrieben habe. Diese Passage wurde inzwischen gestrichen.