2000 Jahre alte Gräber in der ägyptischen Wüste entdeckt

    Einige der in Marina el-Alamein entdeckte Gräber
    Einige der in Marina el-Alamein entdeckte Gräber © Ministery of Tourism and Antiqui
    Archäologen haben an der ägyptischen Mittelmeerküste mehrere fast 2000 Jahre alte Gräber entdeckt. Laut dem ägyptischen Tourismus- und Antikenministerium waren einige der in Marina El-Alamein gefundenen uralten Gräber noch intakt. Die Gräber in Marina El-Alamein wurden etwa hundert Kilometer westlich von Alexandria gefunden, wie das Ministerium erklärte. Der Erklärung zufolge waren die Steinplatten der nun entdeckten Gräber in mehreren Kammern noch immer an ihrem ursprünglichen Platz. Bei einem Granit-Sarkophag von etwa zweieinhalb Metern Länge war demnach auch noch der Deckel intakt - was darauf hindeutet, dass er fast 2000 Jahre verschlossen war. In den Gräbern selbst fanden die Archäologen menschliche Überreste, Töpferwaren, Amphoren und andere Grabbeigaben. Zu den bedeutendsten Funden zählten 24 Objekte aus Gold, die mehreren Verstorbenen in den Mund gelegt worden waren - ein Bestattungsritual, das mit Vorstellungen vom Leben nach dem Tod verbunden ist. Es wird angenommen, dass es sich bei dem Fundort um die antike Stadt Leukaspis handelt, ein Mittelmeerhafen, der zwischen der hellenistischen und der byzantinischen Zeit seine Blütezeit erlebte. Insgesamt sind damit nach Angaben des Ministeriums inzwischen 44 Gräber in Marina al-Alamein bekannt, seit die Stätte im Zuge von Bauarbeiten im Jahr 1986 entdeckt wurde.