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Konzert / Archiv | Beitrag vom 17.01.2019

20 Jahre "Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik"Liveschalte und Eröffnungskonzert

Moderation: Leonie Reineke

(Jérémie Mazenq)
Neue Musik für 16 Saiten präsentiert das Quatuor Diotima im Heimathafen (Jérémie Mazenq)

20 Jahre Ultraschall Berlin! Das Festival hat so manche Metamorphose erlebt, aber in einem Punkt ist es sich treu geblieben: Neueste Werke stehen im Mittelpunkt. Heute das Eröffnungskonzert und danach Live mit Neukompositionen für Streichquartett.

Von Anfang an war Ultraschall Berlin ein Festival, das jüngst entstandene Werke in einen musikhistorischen Kontext einbindet, der bis zu den Anfängen der Nachkriegs-Avantgarde zurückreicht, also mittlerweile immerhin einen Zeitraum von mehr als 70 Jahren umfasst. In einem solchen historischen Hallraum werden ästhetische Entwicklungen erkennbar, lassen sich Generationenfolgen und zyklische Bewegungen besser nachvollziehen – auch in diesem 20. Jahrgang. Ab heute sind wir vier Abende live dabei.

Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen gewagt

Zwar hat in den letzten Jahren die Zahl der Ur- und Erstaufführungen, auch der vom Festival in Auftrag gegebenen Werke erkennbar zugenommen – dennoch bleibt dieser doppelte Ansatz auch weiterhin für das Festival gültig: aktuellen Tendenzen der zeitgenössischen Musik ein Forum zu bieten, und zugleich diese aktuellen Produktionen in einem musikgeschichtlichen Kontinuum zu verorten.

Mitten im Geschehen

Wir schalten uns heute live in den Heimathafen Neukölln, wo das Festival zu erleben ist. Wir senden dann das Konzert des Streichquartetts, das dort um 19 Uhr im Heimathafen Neukölln stattgefunden hat.

Im ehemaligen Ballsaal spielt das Quartett in einem festlich beleuchteten Raum (Deutschlandfunk / Simon Detel)Im Heimathafen zählt auch die Atmosphäre beim Konzert mit Quatruor Diotima (Deutschlandfunk / Simon Detel)

Immer wieder werden Gespräche mit Musikern und Komponisten stattfinden.

Eröffnungsabend

Danach strahlen wir den Ersten Konzertabend des Festivals aus. Traditionell ist das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ein wichtiger Partner und führt im Rahmen des Festivals seine traditionsreiche Konzertreihe "Musik der Gegenwart" fort. 2019 gestaltet das DSO das Eröffnungs- und Abschlusskonzert, zu Gast an diesem Abend: der Dirigent Sylvain Cambrelin.

Der Dirigent leitet das Orchester. (Deutschlandfunk / Simon Detel)Sylvain Camberling beim Eröffnungskonzert mit dem DSO Berlin im Großen Sendesaal. (Deutschlandfunk / Simon Detel)

Ebenso wird das dem Festival fest verbundene GrauSchumacher Piano Duo zu hören sein, das mit seiner Brillanz und Strahlkraft das "Capriccio" für zwei Klaviere und Orchester von Philippe Boesmans aufführt. 

Der Pianist sitzt während eines Konzertes am Klavier (Deutschlandfunk / Simon Detel)Götz Schumacher liebt die Herausforderungen, die neue Werke stellen. (Deutschlandfunk / Simon Detel)

 

Ein Gespräch mit dem Festivalleiter Rainer Pöllmann: hier.

Live vom Festival, aus dem Heimathafen Neukölln:

Sivan Eldar
"Solicitations" für Streichquartett (Deutsche Erstaufführung)

Malte Giesen
"Divertimento – Veränderung an Oberflächen" für Streichquartett

Beat Furrer
III. Streichquartett

Quatuor Diotima:
Yun-Peng Zhao, Violine
Constance Ronzatti, Violine
Franck Chevalier, Viola
Pierre Morlet, Violoncello

Im Anschluss: Aufzeichnung des Eröffnungskonzertes vom 16. Januar 2018 aus dem Großen Sendesaal des rbb

Charlotte Seither
"Recherche sur le fon" für Orchester

Philippe Boesmans
"Capriccio" für zwei Klaviere und Orchester

Joanna Wozny
"Archipel" für Orchester

GrauSchumacher Piano Duo
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Sylvain Cambreling

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