1,6 Millionen Menschen bei Totentag-Parade in Mexiko-Stadt

    Auf einem Wagen fährt ein riesiger, bunt gechmückter Totenkopf. Um ihn herum sind zahlreiche Zuschauer zu sehen.
    Am Tag der Toten gedenken die Menschen in Mexiko ihrer Verstorbenen © Alejandro Medina / XinHua / dpa
    In Mexiko-Stadt haben rund 1,6 Millionen Zuschauer den Umzug zum Tag der Toten verfolgt. Tanzende Skelette, festlich geschmückte Wagen und Musikgruppen zogen durch die Straßen der Hauptstadt. Im Vorfeld des "día de los muertos" gibt es auch in anderen Städten Umzüge mit Teilnehmern in Kostümen. Am 1. und 2. November ehren die Mexikaner ihre Verstorbenen mit farbenfrohen Opfergaben in Häusern und an aufwendig geschmückten Gräbern. Das Fest wird rund um die katholischen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen begangen und ist von indigenen Vorstellungen geprägt. Der Tradition zufolge kommen an diesen Tagen die Seelen der Familienmitglieder aus dem Jenseits zu Besuch. Im Jahr 2008 nahm die Unesco die indigene Festtradition in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf. Die Straßenparade in der mexikanischen Hauptstadt kam erst vor einigen Jahren als Touristenattraktion dazu. Sie wurde von einer Szene aus dem James-Bond-Film "Spectre" aus dem Jahr 2015 inspiriert. Darin ist solch ein Umzug durch die Straßen von Mexiko-Stadt zu sehen, obwohl es so etwas bis dahin in der Realität gar nicht gegeben hatte.