1.000 Jahre altes Bronze-Kreuz in Brandenburg entdeckt

    Ein Plakat mit Abbildungen weist im Museum für Vor- und Frühgeschichte des Neuen Museums auf die Gussform und den Abguss des Spandauer Kreuzanhängers aus dem 11. Jahrhundert hin.
    Präsentation der Fundstücke im Museum für Vor- und Frühgeschichte des Neuen Museums in Berlin. © picture alliance / dpa / Soeren Stache
    Es ist ein Zeugnis der frühen Christianisierung Ostdeutschlands: Im Havelland, westlich von Berlin, ist ein 1.000 Jahre altes Bronze-Kreuz ausgegraben worden. Wie Brandenburgs Kulturministerium mitteilte, wurde das ”Spandauer Kreuz” von einer ehrenamtlichen Denkmalpflegerin entdeckt. Die dazu passende Gussform sei bereits 1983 in Berlin-Spandau gefunden worden. "Als ich das erste Mal von diesem Fund hörte, musste ich an Indiana Jones denken", sagte Kulturstaatssekretär Tobias Dünow laut Mitteilung. "Ein kleines Bronzekreuz liegt rund 1.000 Jahre im Boden – eine Gussform wartet seit mehr als 40 Jahren in einem Berliner Museum auf ihr Gegenstück. Und dann findet eine ehrenamtliche Schatzgräberin dieses Gegenstück auf einem Havelländer Acker." Das Kreuz aus dem 10. oder 11. Jahrhundert sei "ein beeindruckender Beleg für die frühe Christianisierung in Brandenburg"; und es zeige, welche Rolle das Christentum in der damals mehrheitlich slawisch besiedelten Region schon spielte, so Dünow. Der Fund beweise einmal mehr, dass es im Land Brandenburg bedeutsame historische Spuren gebe.